IAEA-Experten in Fukushima eingetroffen

Nach der Atomkatastrophe vom März ist am Sonntag ein Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in der japanischen Stadt Fukushima eingetroffen. Das zwölfköpfige Team will sich über den Stand der Dekontaminierungsarbeiten informieren. Die Experten wollen Bauernhöfe, Schulen und Regierungsgebäude in der Präfektur Fukushima im Nordosten von Japan besuchen.

Die Gegend war am 11. März von einem Erdbeben und Tsunami verwüstet worden. Es ist die zweite große Mission der IAEA in Japan seit Beginn der Atomkrise vor sieben Monaten.

Die Naturkatastrophe kostete knapp 20.000 Menschen das Leben und verursachte im Atomkraftwerk Fukushima Eins schwere Schäden. Noch immer können Zehntausende Menschen wegen des Austritts von Radioaktivität nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Außerhalb der Sperrzone im Umkreis von 20 Kilometern um den Reaktor wurde kürzlich die Alarmbereitschaft aufgehoben, nach der sich die Bewohner jederzeit für eine Evakuierung bereithalten sollten. Damit sollte den Bewohnern offenbar versichert werden, dass sie in ihre Häuser zurückkehren können.

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Im Zuge der Dekontaminationsarbeiten wurden öffentliche Gebäude in der Region gereinigt und die oberen Erdschichten in Parks und Schulhöfen abgetragen. Die Planung der Arbeiten gilt als schwierig, da einige Gebiete in der unmittelbaren Umgebung des Atomkraftwerks von der Strahlung weitgehend verschont wurden, während andere Region stark betroffen sind.

Nach einem Bericht der Zeitung „Asahi“ rechnet die japanische Regierung damit, dass die Dekontaminierung der Gebiete außerhalb der Sperrzone bis März 2014 dauern wird.

Ebenfalls am Sonntag begannen Ärzte mit Schilddrüsen-Untersuchungen von 360.000 Kindern und Jugendlichen in der Region. Am Sonntag wurden die ersten 100 Kinder überprüft. Schilddrüsen junger Menschen sind wesentlich anfälliger für Krebs als die Organe Erwachsener, wenn sie Strahlung ausgesetzt sind.


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