Alexander gewann Hawaii-Ironman, Österreicher Weiss gab auf

Der Australier stellte in 8:03:56 Stunden sogar einen neuen Streckenrekord auf.

Kona - Der Sieg im härtesten Triathlon der Welt ist zum fünften Mal in Folge nach Australien gegangen. Der 38-jährige Craig Alexander gewann zum dritten Mal nach 2008 und 2009 Ironman-WM-Gold auf Hawaii, nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf stellte er in 8:03:56 Stunden neue Streckenrekordzeit auf. Der 30-jährige Österreicher Michael Weiss gab im Laufen bei Kilometer 23 mit Kreislauf- und muskulären Problemen auf.

Alexander setzte sich vor seinem Landsmann Pete Jacobs (8:09:11 Stunden) durch, Dritter wurde der Deutsche Andreas Raelert (8:11:07). Bei den Frauen war Chrissie Wellington erneut eine Klasse für sich. Die Britin feierte in hervorragenden 8:55:08 Stunden ihren vierten Hawaii-Sieg. Der 34-Jährigen war bereits von 2007 bis 2009 ein Hattrick gelungen. Im vergangenen Jahr hatte sie verletzungsbedingt absagen müssen. Titelverteidigerin Mirinda Carfrae aus Australien konnte trotz Laufbestzeit ihren Erfolg von 2010 nicht wiederholen und wurde in 8:57:57 Stunden Zweite. Rang drei sicherte sich Leanda Cave aus Großbritannien (9:03:29 Stunden).

Brütende Hitze zwang Weiss in die Knie

Weiss war mit seiner Leistung im Schwimmen zufrieden, er lag 5:30 Minuten hinter der Spitzengruppe. Auf dem Rad machte er ordentlich Tempo, die letzten zwanzig Kilometern fuhr er gemeinsam mit einer Acht-Mann-Gruppe, um Kräfte zu sparen. „Beim Laufen war es dann sehr heiß. Die ersten zehn Meilen (16 km, Anm.) bin ich in 1:05 Stunden gelaufen. Ich bin auf Position 13 mein Tempo gelaufen. Dann kam der Einbruch wegen der Hitze“, teilte der Niederösterreicher mit. „Ich bin sehr enttäuscht, aber ich blicke nach vorne“, meinte Weiss, der am 23. Oktober bei der Xterra-WM in Maui auf Hawaii teilnehmen will.

Aufgrund der heuer erstmals geltenden strengen Qualifikationsrichtlinien war Weiss der einzige Österreicher im Profifeld der 50 Männer und 30 Frauen. In den Startlisten der Amateur-Klassen fanden sich aber weitere 29 rot-weiß-rote Triathleten. (APA)

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