Jemenitische Aktivistin Karman will Nobelpreis ihrem Land stiften

Voraussetzung sei, dass Präsident Saleh nicht mehr im Amt ist.

Sanaa/Kairo – Die jemenitische Bürgerrechtlerin Tawakkul Karman, eine der diesjährigen Trägerinnen des Friedensnobelpreises, will das erhaltene Preisgeld ihrem Land stiften. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der von Massenprotesten bedrängte Präsident Ali Abdullah Saleh nicht mehr im Amt ist, erklärte Karman auf einer Veranstaltung am späten Samstagabend in Sanaa. Der gestiftete Betrag soll nach dem Abgang Salehs an die jemenitische Staatskasse gehen, um „die Eintreibung der vom Saleh-Regime geplünderten öffentlichen Gelder auf den Weg zu bringen“, zitierte sie die oppositionelle Webseite Mareb Press.

Karman ist eine der Leitfiguren der landesweiten Proteste gegen den seit 33 Jahren über sein Land herrschenden Saleh, die vor sieben Monaten begannen. Sie war am Freitag zusammen mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und der liberianischen Aktivistin Leymah Gbowee mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Der Preis, den sich die drei Frauen teilen, ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert. (APA/dpa)


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