Janko nimmt Ruttensteiner in Schutz: „Macht einen guten Job“

Der ÖFB-Kapitän fühlt sich erstmals seit langem wieder wohl bei der Nationalmannschaft.

Astana - Österreichs Fußball-Teamkapitän Marc Janko hat sich am Sonntag äußerst lobend über Interimscoach Willi Ruttensteiner geäußert. Der Twente-Stürmer sieht in der Arbeit des Oberösterreichers einen wesentlichen Grund für den weitgehend gelungenen Auftritt beim 4:1 in Baku gegen Aserbaidschan und nahm den hauptamtlichen ÖFB-Sportdirektor vor Kritikern in Schutz.

„Sicher gibt es Leute, die sagen, er macht dies und das falsch und die über ihn lachen. Aber Fakt ist, dass er einen guten Job macht und sich gut einbringt“, erklärte Janko am Sonntag in Astana, zwei Tage vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan.

„Müssen uns über längere Zeit beweisen“

Der Goalgetter ist überzeugt, dass die Kritiker auch bei einem ähnlich klaren Sieg wie gegen Aserbaidschan nicht zum Schweigen gebracht werden. „Die Skepsis kann man diesen Leuten durch ein Spiel nicht nehmen. Wir müssen uns über längere Zeit beweisen.“

Durch den Amtsantritt von Ruttensteiner habe sich vieles zum Positiven verändert. „Er legt viel Wert auf Taktik und schaut, dass Automatismen greifen. Außerdem wurde in Bad Tatzmannsdorf viel für die Gemeinschaft getan“, sagte Janko mit Hinweis auf den eigenen Spielersalon, der für die Mannschaft im Team-Quartier im Burgenland bereitgestellt wurde.

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Das alles hat dazu geführt, dass sich der 28-Jährige wieder auf ÖFB-Zusammenkünfte freut. „Ich fühle mich zum ersten Mal seit langem wieder wohl, wenn ich zum Nationalteam komme. Das hat auch mit dem Vertrauen des Trainers zu tun.“

Gegen Kasachstan ist Janko wieder gesetzt und will alles dafür tun, um gegen das Schlusslicht der EM-Qualifikationsgruppe A ein ähnliches Geduldspiel wie beim 2:0 im September 2010 in Salzburg zu vermeiden. „Da waren wir zu unruhig am Ball und haben zu viele Eigenfehler begangen. Vielleicht haben wir sie auch ein bisschen unterschätzt. Aber jetzt haben wir mehr Ordnung im Spiel, die Abstimmungen sind besser“, meinte der Doppel-Torschütze von Baku.

Junuzovic begrüßt Konkurrenzkampf im Team

Ein Treffer ging auf das Konto von Zlatko Junuzovic, was aber wohl nichts an der Reservistenrolle des Austrianers gegen Kasachstan ändern dürfte. „Wir haben viele gute Spieler in der Offensive, dadurch ist der Konkurrenzkampf groß. Das kann nur ein Vorteil für die Nationalmannschaft sein“, betonte der 24-Jährige, der gegen Aserbaidschan sein erstes Nationalteam-Tor erzielte.

„Das war ein besonderes Erlebnis, mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, sagte der Mittelfeldspieler. Für ihn und seine Kollegen stand am Sonntag die Analyse des Baku-Spiels auf dem Programm, am Montag stimmt Ruttensteiner die Kicker dann auf Kasachstan ein. „In Salzburg war es schwierig, weil wir am Anfang kein Tor geschossen haben und der Gegner dann immer stärker geworden ist, weil er nichts zu verlieren hatte. Aber dieses Spiel wird anders, denn daheim müssen die Kasachen auch etwas für das Match machen“, vermutete Junuzovic. (APA)


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