Tiroler Forscher starten mit Superrechner „Mach“ in neue Ära

Die Universitäten Innsbruck und Linz haben heute den Supercomputer „Mach“ offiziell in Betrieb genommen.

Aus Linz von Gabi Starck

Linz – Fünf riesige Schränke mit 2048 Prozessoren. Dieser Hochleistungscomputer wird ab sofort Tiroler Wissenschaftern neue Rechendimensionen eröffnen. Der Supercomputer, den die Unis Innsbruck und Linz gemeinsam betreiben, wurde Montag Mittag in Linz offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Für Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle, der bei dem Beschluss für die uniübergreifende Zusammenarbeit noch Rektor in Innsbruck war, ist das Projekt ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation bei Großinfrastruktur. „So wird das auch im zukünftigen Hochschulplan vorgesehen sein“, sagte Töchterle in Linz.

Der neue Superrechner soll – wie es sein Name „Mach“ bereits verheißungsvoll andeutet – „die Schallmauer beim wissenschaftlichen Rechnen durchbrechen“, meinte die Astro-Physikerin Sabine Schindler, die das Projekt in Innsbruck leitete.

„Während ich eins plus eins rechne, schafft Mach 2 Mal 10 hoch 13 Rechenoperationen“ gibt sie einen Einblick in das Leistungsvermögen des Rechners. Oder anders gesagt: Wenn ein Taschenrechner zehn Rechenoperationen pro Sekunde schafft hat mach in einer Sekunde die Rechenleistung von 2,13 Billionen Taschenrechnern.

Die Kosten für die Großrechenanlage, zu der jede Forscherin und jeder Forscher der beiden Einrichtungen Zugang haben wird, belaufen sich auf bisher zwei Millionen Euro.


Kommentieren


Schlagworte