Obama will auf Bustour von Wall- Street-Protesten profitieren

Der US-Präsident will bei einer Tour durch mehrere Südstaaten für seinen Plan zur Schaffung von Arbeitsplätzen werben.

US-Präsident Barack Obama.
© AP

Washington – Gut ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl will Barack Obama bei einer dreitägigen Tour durch mehrere Südstaaten von den Protesten gegen die Finanzbranche profitieren. Obama wollte am Montag nach North Carolina und Virginia aufbrechen und dort auch für seinen milliardenschweren Plan zur Schaffung von Arbeitsplätzen werben. Die beiden Staaten sind im kommenden Jahr für seine Wiederwahl wichtig.

An der Wall Street gibt es seit Tagen Proteste gegen die Finanzbranche. Auch in Europa gingen Demonstranten am Wochenende auf die Straße. Sie werfen Finanzkonzernen Profitgier vor. Obama hat vorsichtig Sympathie für die Bewegung bekundet. Allerdings kommen auch manche seiner Wirtschaftsberater selbst aus der Finanzbranche.

Obama versucht derzeit, zumindest Teile seines Jobprogrammes mit einem Umfang von 447 Milliarden Dollar zu retten, das der Kongress in der vergangenen Woche ablehnte. Die Republikaner werfen ihm Verschwendung vor und sind gegen Steuererhöhungen für reiche Bürger. Nach Ansicht der Republikaner würden diese Erhöhungen zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Der Demokrat Obama ist auf die Zusammenarbeit mit den oppositionellen Republikanern angewiesen, weil diese das Repräsentantenhaus beherrschen. Im Senat haben die Demokraten die Mehrheit. (APA/Reuters)


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