Trichet: „Wir müssen das Regieren verbessern“

„Wir müssen das Regieren verbessern“, so EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Montag in Wien anlässlich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich durch Bundespräsident Heinz Fischer. Der Euro sei weiterhin glaubwürdig, auch wenn es Anzeichen gebe, die dies in Frage stellen würden.

Die Krise sei ein globale Krise, inzwischen seien sich alle G-20-Länder und auch die Emerging Markets dieser Tatsache bewusst. Das Mandat der Europäischen Zentralbank (EZB), die Trichet Ende Oktober nach acht Jahren verlässt, sei Preisstabilität, und er hoffe, dass die EZB das Ziel der Preisstabilität auch in den kommenden Jahren verfolgen werde, betonte Trichet.

Bundespräsident Fischer wies in seiner Laudatio darauf hin, dass Trichet den Euro seit dessen Start durch ruhige und raue Zeiten geführt habe. Trichet sein ein „Verteidiger des Euro“ und großer Freund Österreichs. Nach acht Jahren an der Spitze der EZB wolle Österreich Dank sagen für die enorme und entscheidende Arbeit in diesen Jahren.

Die achtjährige Amtszeit von Trichet endet am 31. Oktober, ihm folgt an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) der Italiener Mario Draghi. Vorige Woche am Donnerstag leitete der 68-jährige „Monsieur Euro“ seine letzte EZB-Ratssitzung.


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