„Kopfgeld“ ausgesetzt: Nach der Flut nun Krokodil-Alarm in Thailand

Durch das Hochwasser sind Krokodile in Thailand zur neuen Bedrohung geworden. Die Wassermassen schwemmten viele Reptilien aus den Gehegen der Zuchtfarmen.

Bangkok - Die Flutopfer in Thailand müssen sich nun auch noch vor flüchtigen Krokodilen in Acht nehmen. Hunderte Tiere waren in den vergangenen Tagen aus ihren Gehegen in Zuchtfarmen in die Überflutungsgebiete gekommen. Besonders betroffen waren die Provinz Nakhon Sawwan und die alte Königsstadt Ayutthaya. Bei einer eigens eingerichteten Krokodil-Hotline seien viele Anrufe eingegangen, berichtete die Tageszeitung „Bangkok Post“.

Um das Kroko-Problem in den überfluteten Städten Thailands in den Griff zu bekommen, hat die Regierung eine Belohnung ausgesetzt: 1.000 Baht (etwa 25 Euro) für jedes wieder eingefangene Krokodil. Die ersten Jäger hätten ihre Belohnung bereits kassiert, berichteten thailändische Medien am Montag.

Wie viele Krokodile insgesamt ausgebüxt sind, konnten die Behörden nicht mitteilen, denn viele Farmen sind illegal. Die Krokodile werden dort als Touristenattraktion gehalten oder zu Handtaschen verarbeitet. Die Umweltschutzbehörde versuchte zu beruhigen: Die meisten der entkommenen Tiere seien noch jung und meist ungefährlich, hieß es. Allerdings sollen auch Schlangen, giftige Insekten und Tiger aus diversen Gehegen ausgebrochen sein. (APA/dpa)

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