Sanktionen verzögern iranisches Atomprogramm

Sarkozy fordert nach mutmaßlichem Mordkomplott „Verschärfung der Sanktionen“.

Die iranische Atomanlage in Bushehr.
© AP

Washington – Die internationalen Sanktionen gegen den Iran verzögern einem US-Bericht zufolge das umstrittene iranische Atomprogramm. Eine strengere Umsetzung der Sanktionen könnte den Iran daran hindern, die Zahl seiner Anlagen zu vergrößern, hieß es in dem am Montagabend veröffentlichten Bericht des in Washington ansässigen Institute for Science and International Security (ISIS). Vor fünf bis zehn Jahren sei es für den Iran deutlich einfacher gewesen, sich im Ausland das nötige Material zu beschaffen. Es sei aber davon auszugehen, dass der Iran Wege suchen werde, um diese Probleme zu überwinden.

Der Westen wirft dem Iran vor, sein Atomprogramm militärisch auszurichten. Der UN-Sicherheitsrat verhängte deswegen bereits mehrmals Sanktionen gegen Teheran. Iranische Vertreter hingegen behaupten, das Atomprogramm diene friedlichen Zwecken. Nach dem mutmaßlichen iranischen Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in den USA hatte die Regierung in Washington die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Die iranische Führung weist diese Anschuldigungen zurück. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy forderte angesichts der mutmaßlichen Attentatspläne am Dienstag eine „Verschärfung der Sanktionen“ des Westens gegen den Iran.

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