Südtiroler Alpenverein kritisiert erneut geplanten Windpark

Auch abgespeckte Version bringe eine „unwiderrufliche Zerstörung der Natur“ mit sich.

Bozen - Der Südtiroler Alpenverein (AVS) hat am Donnerstag erneut Kritik am geplanten Windpark am Brenner geübt. Auch die abgespeckte Version mit 22 statt der der ursprünglich geplanten 31 Windräder bringe durch den massiven Straßenaus- und Neubau, durch den Bau der Materialseilbahn sowie der Hochspannungsleitung eine „unwiderrufliche Zerstörung der Natur“ mit sich. Auch der UVP-Beirat habe sich in einem Gutachten „zu jedem einzelnen Punkt negativ“ geäußert.

Das Gutachten sei insgesamt wegen der Zerstörung der Natur und des ökologischen Gleichgewichts negativ ausgefallen, hieß es in einer vom AVS verbreiteten Stellungnahme, selbst wenn auf den Bau einzelner Windräder verzichtet würde. Dieses „fundierte Gutachten“ sei in jedem Fall zu respektieren.

Zudem bezweifelte der Alpenverein, dass die Hochspannungsleitung unterirdisch verlegt werden könne, da in dem technischen Bericht von einem sehr hohen Aufwand und Schwierigkeiten bei der Umsetzung die Rede sei. Auch die in den letzten Wochen durchgeführte Windbeobachtungen hätten alles andere als konstante Windverhältnisse am Sattelberg ergeben. Es bestünden Zweifel, ob der Sattelberg wirklich ein idealer Standort mit konstanten Windverhältnissen sei. Windkraft gelte allgemein als unkonstante Energiequelle und trage somit kaum zur Grundlastversorgung bei. (APA)

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