FARC-Guerilla verstärkt Aktivität: 20 Soldaten in Kolumbien getötet

Die Zahl der Rebellenangriffe in Kolumbien steigt vor den Wahlen am kommenden Sonntag an.

Bogota – In Kolumbien sind bei zwei Angriffen auf Armeepatrouillen nahe den Grenzen zu Venezuela und Ecuador 20 Soldaten getötet worden. Nach Armeeangaben töteten Kämpfer der linksgerichteten FARC-Guerilla am Samstag in der Nähe der nordöstlichen Gemeinde Tame in der Nähe der venezolanischen Grenze zehn Soldaten, darunter zwei Offiziere.

Bereits am Freitag starben demnach bei einer Attacke der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) nahe der südwestlichen Hafenstadt Tumaco an der Grenze zu Ecuador weitere zehn Soldaten.

Die getöteten Soldaten gehörten Anti-Guerilla-Einheiten an, die zur Absicherung der Regional- und Kommunalwahlen am 30. Oktober in die Grenzregionen der Provinzen Arauca und Nariño entsandt worden waren. Staatspräsident Juan Manuel Santos und Armeechef Alejandro Navas verurteilten die Angriffe und kündigten eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen vor den Wahlen am kommenden Sonntag an.

Die im Jahr 1967 gegründete FARC-Guerilla, die nach Angaben des Verteidigungsministeriums noch über rund 8000 aktive Kämpfer verfügt, hatte ihre Angriffe in den vergangenen Wochen intensiviert. (APA/AFP)


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