Sommerbilanz: Tiroler Tourismus zeigt sich krisenfest

LH Platter und Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, präsentierten am Montag die Tourismuszahlen von Mai bis September 2011. Die Bilanz ist durchaus erfreulich.

Innsbruck – Mit 3,96 Millionen Ankünften hat der Tiroler Tourismus einmal mehr seine Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt. Von Mai bis September 2011 konnte ein Plus von 4,1 Prozent erwirtschaftet werden. Dies präsentierten Landeshauptmann Günther Platter und Geschäftsführer der Tirol Werbung, Josef Margreiter, heute, Montag, im Rahmen ihrer Präsentation der „Stimmungs- und Buchungslage Winter/Sommerbilanz“.

„Es ist ein guter Sommer zu verzeichnen“, sagte Margreiter und wies auf die erfreuliche Entwicklung in den Hoffnungsmärkten Zentral- und Osteuropa sowie Ostasien hin. Hier konnte ein Wachstum von 40 Prozent erzielt werden. Das seien um 30.000 Gäste mehr, so Margreiter stolz.

Insgesamt seien um 156.000 mehr Gäste aus 20 verschiedenen Märkten nach Tirol gekommen. Demgegenüber habe es einen Rückgang aus sieben verschiedenen Ländern gegeben, erklärte der Chef der Tirol Werbung. Der September sei der drittbeste September seit 1984 gewesen, zeigte sich Margreiter erfreut.

Bei den Übernachtungen gab es mit 0,8 Prozent immerhin noch ein leichtes Plus. Insgesamt beliefen sich die Nächtigungszahlen auf 16,3 Millionen. Besonders stark gestiegen sei der Anteil der Schweizer Gäste mit einem Plus von elf Prozent bei den Übernachtungen. Aus dem Kernmarkt Deutschland wurde ein Plus von 2,5 Prozent bei den Nächtigungen registriert.

Die Verantwortlichen blicken optimistisch dem Winter entgegen, denn auch hier seien Maßnahmen für eine Stärkung der Saison getroffen worden. Den Auftakt habe der 5. Wettergipfel vom 13. bis 15 Oktober in Sölden gemacht. Dazu haben man so genannten „Wettermacher“ die Berge gezeigt, die dann darüber berichtet haben. Die Bilanz dieser Strategie: 65 Millionen TV-Zuseher in den relevanten Zielmärkten bekamen zu Saisonbeginn mit ihrem Wetterbericht auch Bilder aus der verschneiten Tiroler Bergwelt geliefert.

Auch die TV-Kooperation mit verschiedenen Fernsehstationen wie etwa dem Nachrichtensender n-tv, die die Zuseher mit „traumhaften Winterbildern aus Tirol“ versorgen, würde zur Stärkung des Tourismus beitragen. „Die höchste Reiseentscheidung ist die Wettersituation“, erklärte Margreiter.

„Wir können stolz auf unsere Tourismusbranche sein, die mehr als 16 Prozent des Tiroler Bruttoregionalproduktes erarbeitet“, merkte Platter an und hielt fest, dass Tirol in die Wintersaison gut gestartet sei und Sölden eine Sensation war. (tt.com)


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