Börse-Chef Schaller neuer Chef der RLB OÖ

Börse-Chef Heinrich Schaller wird mit 31. März 2012 neuer Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich. Er beerbt Ludwig Scharinger, der im Frühjahr mit knapp 70 Jahren in Pension geht. Schaller gehörte bereits von 2004 bis 2006 dem Vorstand an und wechselte vor fünf Jahren in den Chefsessel der Wiener Börse.

Scharinger wollte keine volle fünfjährige Funktionsperiode mehr ausüben. Er bleibt aber weiterhin als Konsulent für die RLB tätig.

Die RLB Oberösterreich hat nicht nur einen neuen Generaldirektor, der Vorstand besteht künftig auch wieder aus sechs Personen: Reinhard Schwendtbauer (39) kommt für den Bereich Beteiligungen in die Führungsetage. Zum Vorstandsteam gehören neben Schaller und Schwendtbauer der stellvertretende Generaldirektor Hans Schilcher sowie Michaela Keplinger-Mitterlehner, Georg Starzer und Markus Vockenhuber. Das neue Mitglied und Schaller wurden für fünf Jahre bestellt.

Ende März 2010 war Firmenkunden-Vorstand Helmut Schützeneder in Pension gegangen. Die Leitung der RLB Oberösterreich bestand seitdem vorübergehend aus fünf Personen.

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Jakob Auer bezeichnete Schaller und Schwendtbauer als „bestens vernetzt“. „Sie kennen die Wiener Szene.“ Das sei wichtig, um die Eigenständigkeit in Oberösterreich zu erhalten, betonte Scharinger. Bei seinem Nachfolger habe er „ein gutes Gefühl“, die Übergangszeit werde „sicher interessant, spannend und freundschaftlich“.

Schaller wiederum freut sich auf „eine wirklich spannende und herausfordernde Tätigkeit“. Die neue Aufgabe werde nicht einfach, verwies der künftige Vorstandschef auf die globale wirtschaftliche Situation, die Staatsschuldenkrise und neue Regelungen für Banken auf EU-Ebene. Er finde jedenfalls im Haus gute Voraussetzungen, auf denen er aufbauen könne, sagte Schaller.

Die Wiener Börse will den Posten ihres scheidenden Vorstands Schaller neu besetzen, teilte die Börse am Montag auf APA-Anfrage mit. Die Ausschreibung soll „in den nächsten Wochen“ erfolgen. Über die Nachfolge werde der Aufsichtsrat der Börse entscheiden, es sei offen, wer es werden soll, so die Sprecherin.


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