Aserbaidschan in den UNO-Sicherheitsrat gewählt

Die UNO-Generalversammlung hat in der Nacht auf Dienstag die Kaukasus-Republik Aserbaidschan für den Zeitraum 2012/13 als eines der nichtständigen Mitglieder in den Weltsicherheitsrat gewählt. Auch Slowenien hatte sich um den Sitz der Ländergruppe „Osteuropa und frühere Sowjetunion“ bemüht, Aserbaidschan konnte in den letzten der insgesamt 17 Wahlgänge seinen Vorsprung aber stetig ausweiten.

Als die Wahl am Freitag begann, war Slowenien noch knapp voran gelegen. Zuletzt gaben jedoch nur noch 77 Staaten Slowenien ihre Stimme, 116 entschieden sich für Aserbaidschan. Nach dem 16. Wahlgang sagte der slowenische Vertreter, seine Regierung sei nicht einverstanden gewesen mit der Art und Weise, wie die Wahl durchgeführt worden sei. Andererseits sei Aserbaidschans Vorsprung eindeutig.

Dananch ordnete die Generalversammlung den letzten Wahlgang an. Aserbaidschan erhielt 155 Stimmen. 13 wählten Slowenien.Am Freitag hatte das Weltparlaments die Wahlen unverrichteter Dinge auf Montag vertagt, nachdem in der neunten Wahlrunde keiner der beiden Kandidaten die Zweidrittelmehrheit erringen konnte. Zuvor waren vier Staaten als nichtständige Mitglieder in den Sicherheitsrat aufgenommen worden.

Im ersten Wahlgang war Guatemala ohne Gegenkandidaten mit 191 Stimmen gewählt worden. Pakistan gewann gegen Kirgistan mit 129 Stimmen und 151 Länder stimmten für Marokko. Im dritten Wahlgang setzte sich Togo mit 131 Stimmen spielend gegen Mauretanien durch und konnte damit verhindern, dass zwei nordafrikanische Araberländer den afrikanischen Kontinent vertreten.

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Die fünf neu gewählten Länder schließen sich Deutschland, Portugal, Kolumbien, Südafrika und Indien an, die bis 31. Dezember 2012 bleiben. Das mächtigste UNO-Gremium besteht aus 15 Ländern. Die fünf Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind ständig vertreten. Jedes Jahr werden fünf der zehn nichtständigen Plätze neu besetzt. Österreich war zuletzt Mitglied vom 1. Jänner 2009 bis 31. Dezember 2010.


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