Reiche in den USA immer reicher

Dramatisches Wohlstandsgefälle in den USA: In den vergangenen drei Jahrzehnten ist das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner nach einer Studie um 275 Prozent gestiegen. Das Einkommen der 60 Prozent in der Mitte der Einkommensverteilung kletterte hingegen im Schnitt um knapp 40 Prozent, zeigt eine aktuelle Studie des überparteilichen Etat-Büros des Kongresses (CBO).

Das ärmste Fünftel der Bevölkerung musste sich über all die Jahre gerade mal mit einem Zuwachs von 18 Prozent zufriedengeben. Dass sich die Konten der Reichen so rapide füllten, hat der CBO-Analyse zufolge eine Vielzahl von Gründen. Zum einen habe der Staat die Umverteilung von Wohlstand seit dem Ende der 70er Jahre immer weniger gefördert, etwa durch das Steuersystem.

Weitere Faktoren waren die Struktur von Managergehältern, Mega-Einkommen für Superstars aus Sport und Kunst, das wachsende Gewicht von Finanzindustrie und Kapitalmarktgewinnen, die unverhältnismäßig stark gerade wohlhabenderen Haushalten zugutekämen. Das CBO wertete für die Untersuchung Daten der Bundessteuerbehörde IRS und des US-Statistikamtes zwischen 1979 und 2007 aus.

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