EU-Bankenaufsicht: Endgültige Zahlen im November

Die EBA unterstützt die beim EU-Gipfel erreichte Einigung über die Bankenrekapitalisierung.

Brüssel – Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) wird die endgültigen Zahlen für die Bankenrekapitalisierung nach eigenen Angaben im November vorlegen. Diese würden auf Zahlen der Banken vom 30. September 2011 basieren, einzelne Banken würden gebeten, ihre Kapital- und Staatsschuldenpositionen offenzulegen. Die EBA unterstützt die beim EU-Gipfel erreichte Einigung über die Bankenrekapitalisierung. Diese Maßnahmen würden das Vertrauen in den Bankensektor wiederherstellen. Es handle sich auch um einen Teil eines großen Gesamtpakets, um zu Stabilität und Vertrauen auf den Märkten zu gelangen. Die Umsetzung hänge mit den anderen Teilen des Pakets zusammen.

Die Hilfe für die Banken sei notwendig, um ihre Ausleihmöglichkeiten 2012 fortzusetzen und eine Spirale von Entschuldung und einer anschließenden Kreditklemme zu verhindern. Dies würde sonst auch die Realwirtschaft negativ treffen.

Die nun ausgearbeiteten Hilfen zielten darauf ab, einen weiteren Kapitalpuffer für das EU-Bankensystem zu schaffen. Banken müssten ihre Kernkapitalquoten stärken und neun Prozent bis Ende Juni 2012 erreichen. Damit könnten Banken allfälligen Schocks standhalten. Die Finanzinstitute sind aufgefordert, bis Jahresende ihren nationalen Behörden detaillierte Aktionspläne vorzulegen, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Dafür sollten die Banken auch Dividenden und Bonuszahlungen zurückhalten.

Zu Österreich heißt es, dass ein beträchtlicher Teil der 2,9 Milliarden für die Rekapitalisierung der Volksbank-Gruppe zuzuordnen ist. Diese Gruppe befinde sich derzeit in einer tiefen Umstrukturierung. Auch was die belgisch-französische Dexia-Gruppe betrifft, wird darauf verwiesen, dass diese als pro-forma betrachtet werden könne. Bezüglich Griechenland heißt es, dass das Kapitalpaket so ausgestaltet sei, dass es nicht mit den Rettungsprogrammen von EU und IWF in Konflikt gerate. (APA)


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