Strafgerichtshof fordert Niger zur Festnahme von Saif al-Islam auf

Der Gaddafi-Sohn wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht und soll in Niger untergetaucht sein.

Den Haag – Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat die Regierung im Niger zur Zusammenarbeit aufgefordert, um die Festnahme von Saif al-Islam Gaddafi zu erreichen. Das Land habe als Unterzeichner des Statuts von Rom, dem Gründungsabkommen des Haager Gerichts, die Pflicht dazu, erklärte ein Sprecher des IStGH am Mittwoch.

Dies gelte ebenso für den flüchtigen früheren Geheimdienstchef des getöteten libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, Abdullah al-Senussi. Beide Männer werden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht. Sie sollen sich nach Angaben eines Tuareg-Vertreters an der Grenze zum Niger aufhalten, um sich dorthin abzusetzen.

Der Gerichtssprecher wollte Medienberichte, wonach Saif al-Islam Gaddafi und al-Senussi sich dem IStGH freiwillig stellen wollen, „weder bestätigen noch dementieren“. Der Niger hat bereits Dutzende Vertreter der früheren libyschen Führung aufgenommen, darunter einen anderen Sohn des Ex-Machthabers, Saadi Gaddafi. (APA/AFP)


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