Facebook baut im arktischen Norden riesiges Server-Zentrum

Facebook baut sein erstes europäisches Datenzentrum in Schweden knapp unter dem Polarkreis, damit die Server leichter gekühlt werden können.

Stockholm - Das aus den USA kommende, multinationale Soziale Netzwerk Facebook will sein erstes europäisches Datencenter im nordschwedischen Lulea errichten. Dort soll die Daten von 800 Millionen Usern gespeichet werden. Facebook-Standortbeauftragtem Tom Furlong zufolge fiel die Wahl auf Lulea, weil dort die ideale Kombination aus einem zur Kühlung der Server notwendigen, kalten Klima, gut ausgebildeten Arbeitskräften und der Zugang zu „sauberer Energie“ gewährleistet sei.

Die Errichtung des gigantischen Datenzentrums in drei neu errichteten Hallen mit insgesamt 28.000 Quadratmetern Fläche soll 2014 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten werden auf drei bis fünf Milliarden Kronen geschätzt (330 - 550 Mio. Euro). Die Regierung in Stockholm bewilligte dafür 100 Millionen Kronen an Fördergeldern. Wirtschaftsministerin Annie Lööf begründete die Unterstützung mit der Förderung der regionalen Wirtschaft im Norden des Landes.

Das geplante Datencenter in Schweden ist das weltweit erst das dritte Facebook-eigene. Andere IT-Konzerne wie Microsoft oder Google betreiben bereits eine Reihe ähnlicher Anlagen. Viele davon sind wegen des kühlen Klimas in kalten Gebieten Nordamerikas und Europas in Betrieb oder geplant.

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