RZB-Kapitalbedarf nach EU-Gipfel vorerst bei 1,9 Mrd. Euro

Die RZB selbst betrachtet diesen Wert als zu hoch.

Wien - Die Raiffeisen Zentralbank (RZB) hat laut den Berechnungen der Europäischen Bankenaufsicht EBA einen rechnerischen Kapitalbedarf von 1,9 Mrd. Euro, um ihr hartes Kernkapital wie vom EU-Gipfel gefordert auf neun Prozent zu erhöhen. Die RZB selbst betrachtet diesen Wert als zu hoch. So sei das von privaten Investoren gezeichnete Partizipationskapital von 1 Mrd. Euro nicht berücksichtigt worden, teilte die RZB am Donnerstag mit.

Ein Ergebnis für den Teilkonzern der RZB, der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), habe die EBA nicht ermittelt, hätte aber einen geringeren rechnerischen Kapitalbedarf ergeben, so die RZB weiter. Die im Juli 2011 publizierten Stresstestergebnisse hätten die RBI als gut kapitalisiert ausgewiesen. Als Ergebnis der Stressannahme habe die Kernkapitalquote 7,8 Prozent betragen.

Aus heutiger Sicht werde der RZB-Konzern für den zusätzlichen Kapitalbedarf keine staatliche Hilfe benötigen. Die RZB werde alle nötigen Maßnahmen setzen, um den neuen Anforderungen zu entsprechen. Der RZB-Konzern habe kein Griechenland- und Irland-Sovereign-Exposure und ein geringes Exposure gegenüber Italien, Spanien und Portugal.

Der Kapitalbedarf von 1,907 Mrd. Euro sei nicht nur Ergebnis der sprunghaft von derzeit 4 Prozent (bzw. 4,5 Prozent laut Basel III) auf 9 Prozent erhöhten Kapital-Zielgröße, sondern auch der spezifischen Methodologie und Annahmen der EBA. Das Ergebnis sei auf Basis des Konzernabschlusses zum Halbjahr 2011 berechnet und soll mit den Daten per 30.9.2011 aktualisiert werden. (APA)

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