Ausgeruhte Bayern im 183. Derby gegen Nürnberg klarer Favorit

Verfolger Dortmund muss zum Harnik-Club Stuttgart. Fuchs und Schalke spielen gegen Hoffenheim vor.

Berlin - Die Gefahr, dass es Trainer Jupp Heynckes so wie Louis van Gaal gehen könnte, der nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg am 9. April 2011 zum „fliegenden Holländer“ wurde, ist gleich Null. Der 66-jährige Heynckes sitzt fest im Sattel des FC Bayern, den er zurück in die Erfolgsspur führte. Am Samstag ist in der Allianz-Arena der „Club“ im 183. Derby wieder der Gegner und Bayern abermals haushoher Favorit. Die Franken haben seit fast 20 Jahren nicht mehr in München gewonnen!

„Wir freuen uns alle auf das Spiel, auch wenn natürlich jeder erwartet, dass wir verlieren werden. Aber gerade das ist ja unsere Chance“, sagte „Club“-Trainer Dieter Hecking und sein U21-Teamspieler Alexander Esswein, der zum 2:1-Cupsieg in Aue gegen Zweitligist Erzgebirge ein Tor der „Bubi-Truppe“ beigesteuert hatte, kündigte frech an: „Auch bei den Bayern ist nun was drin!“ Realistischer ist da Manager Martin Bader: „Wir müssen höchst konzentriert sein, sonst fressen sie uns auf.“

Alaba muss wohl wieder auf die Bank

Die Bayern, die vor der elften Runde drei Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Meister Borussia Dortmund aufweisen, gehen ausgeruht ins Derby. Das 1:2 in Hannover vor einer Woche ist Vergangenheit, durch das 6:0 im Pokal gegen den FC Ingolstadt ist Ruhe eingekehrt, wurde Kraft getankt. Neuer, Lahm, Gomez, Ribery, Schweinsteiger und Co. hatten im Cup eine Pause gehabt. Diese hat u.a. der Wiener David Alaba mit einer starken Vorstellung genützt. Er dürfte aber wieder auf der Bank Platz nehmen.

Auf dem Weg zum 23. Meistertitel soll jetzt der nächste Dreier her. „Ein Sieg ist ganz wichtig, um weiter vorne zu bleiben und den Druck auf Dortmund hochzuhalten“, meinte Teamflügel Thomas Müller und Bayern-Kapitän Philipp Lahm sagte: „Unsere Aufgabe ist es, Spiele zu gewinnen, am besten souverän und dominant.“ Zwischen den Derbys gegen Nürnberg und Aufsteiger FC Augsburg wartet das Champion-League-Heimspiel gegen SSC Napoli.

Dormtund beim VfB Stuttgart gefordert

Der erste Bayern-Verfolger hat am Samstag die schwierigere Aufgabe. Der BVB muss zum fünfplatzierten Harnik-Verein VfB Stuttgart. Cupsieger FC Schalke ist mit einem Zähler weniger als die Dortmunder Tabellendritter, wobei Christian Fuchs mit der TSG 1899 Hoffenheim (Andreas Ibertsberger) einen Ösi-Club zu Gast haben.

In den Partien Borussia Mönchengladbach (Martin Stranzl) - Hannover 96 (Emanuel Pogatetz/Samuel Radlinger) und FSV Mainz (Andreas Ivanschitz/Julian Baumgartlinger) - Werder Bremen (Sebastian Prödl/Marko Arnautovic ist noch gesperrt) kommt es zu weiteren Wiedersehen unter ÖFB-Legionären.

„Es ist Zeit, dass auch in der Liga die Wende kommt“, hofft Andreas Ivanschitz. Der Burgenländer hatte mit seinem Goldtor im Cup zum 1:0 n.V. in Hannover die schwarze Serie von acht sieglosen Spielen der Rheinhessen beendet. (APA)


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