Mysteriöser Riese am Strand von Florida: Lego-Figur angespült

Eine riesige Lego-Figur tauchte am Dienstag am Siesat Beach Key auf. Die Menschen rätseln, wer und was wohl hinter dem freundlichen Riesen aus Fiberglas stecken könnte.

Sarasota – In der Morgendämmerung ging Jeff Hindman am Dienstag am Strand von Siesta Key in Florida entlang. Dann sah er plötzlich etwas im Wasser treiben. Irgendein großes Meerestier, dachte er sich. Bis er näher kam. Was dort von der sanften Brandung langsam ans Ufer gespült wurde, war eine riesige Lego-Figur: mehr als zwei Meter groß, rund 45 Kilo schwer. Hindman zog den Fiberglaskoloss an Land, fotografierte ihn und stellte die Figur auf.

Besucher aus dem All?

Trotz der frühen Morgenstunde wuchs die Menschentraube um ihn stetig. Und alle fragten sich, was dieser Lego-Mann wohl zu bedeuten hat. Ist es ein Kunstwerk? Eine Marketingaktion für das neue Legoland bei Orlando? Ein Spielzeug, das von einem Schiff fiel? Ein Tourist spekulierte sogar augenzwinkernd, die Figur sei aus einem UFO gefallen. „Es macht keinen Sinn“, sagte Hindman zur Herald Tribune.

Rätselraten herrscht auch über die – grammatikalisch unrichtige - Aufschrift, die seinen Oberkörper ziert: „No real than you are“, zu Deutsch etwa „Nicht realer als Du bist“. Ähnliche gigantische Lego-Figuren sind bereits 2007 an holländischen und 2008 an englischen Stränden angespült worden. Ein Hinweis findet sich auf der Rückseite der Figur. „Ego Leonard 8“ ist dort aufgedruckt. Dahinter steckt angeblich ein holländischer Künstler. Ego Leonard hat auch eine Internetseite. Der Kennsatz: „No real than you are“. Daneben ein Bild der Lego-Figur.

„Schutzhaft“ für den Lego-Mann

Lego hat mit der Aktion nichts zu tun: Eine Sprecherin des Leogland Orlando sagte der Herald Tribune, der Lego-Mann sei eine Fälschung. Weder der Freizeitpark noch die Mutterfirma Melin Entertainment Group würden die Aktion unterstützen.

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Auf eine E-Mail an Leonard kam laut Herald Tribune die Antwort: „Ich bin froh, dass ich herübergekommen bin. Schönes Wetter und freundliche Menschen.“ Er werde wohl eine Weile hier bleiben. „Der Sheriff hat mich zu meinem neuen Zuhause gebracht.“

Tatsächlich befindet sich der Lego-Mann in „Schutzhaft“, wie es in einer Aussendung vom Büro des Sarasota County Sheriffs heißt. Was sie mit dem Plastikkoloss machen sollen oder wem er gehört – die Beamten wissen es nicht. „Mr. Leonard wird in einem sicheren Umfeld aufbewahrt, bis sein Besitzer sich bei uns meldet“, schreibt die Polizei. Geschieht dies nicht binnen 90 Tagen, darf Jeff Hindman den freundlichen gelben Riesen mit nach Hause nehmen. Der Finder hat auch schon Pläne: „Ich werde ihn bei eBay verkaufen.“ (smo)


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