Anschlag in Sarajevo: Mann feuert mit Kalaschnikow auf US-Botschaft

Ein Mitglied einer islamistischen Bewegung hat mit einem Maschinengewehr minutenlang auf die US-Botschaft in der bosnischen Hauptstadt gefeuert.

Sarajevo - Mit einem Sturmgewehr hat ein Mann am Freitag die US-Botschaft in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo beschossen. Ein Polizist sowie der Schütze wurden bei dem anschließenden Schusswechsel verletzt. Die Behörden bezeichneten die Tat als Terroranschlag. Die US-Botschaft teilte mit, keiner der Beschäftigten sei verletzt worden.

Der mit einer Kalaschnikow bewaffnete Mann sei aus einer Straßenbahn gestiegen und habe das Feuer auf die Botschaft eröffnet, sagte Alija Behmen, Bürgermeister von Sarajevo. Augenzeugen berichteten im Fernsehen, der Mann habe Passanten angewiesen, aus dem Weg zu gehen. Er habe es nur auf die Botschaft abgesehen. Ein Polizist, der die Botschaft bewachte, wurde angeschossen. Die Polizei umstellte den Täter. Nach etwa 30 Minuten fiel der Schütze von einem einzelnen Schuss getroffen zu Boden. Die Polizei nahm den Verwundeten fest und fuhr ihn in einem Krankenwagen weg. Hinter Gebäuden und Autos versteckt, beobachteten Schaulustige den Vorfall.

Eine Krankenhaussprecherin sagte, der Schütze habe eine leichte Verletzung am Bein und werde die Nacht im Krankenhaus verbringen, bevor er der Polizei übergeben werde. Das bosnische Fernsehen berichtete, der Mann in langem Pluderhemd und Bart sei Serbe und Anhänger des Wahhabismus, einer ultrakonservativen islamischen Strömung. (dapd)


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