Erneut Missbrauchsvorwürfe gegen Nonne in Tiroler Kinderheim

Ein heute 46-Jähriger berichtete gegenüber ORF Radio Tirol von Übergriffen im Elisabethinum in Axams.

(Symbolbild)
© REDAKTION

Axams – Nachdem eine 49-jährige Tirolerin mit dem Vorwurf des körperlichen und sexuellen Missbrauchs durch eine Ordensfrau im Kinderheim Martinsbühel bei Zirl an die Öffentlichkeit gegangen ist, berichtete nun ein 46-Jähriger von ähnlichen Vorkommnissen im Elisabethinum in Axams. Er sei damals im Alter von 13 Jahren durch eine Nonne in dem Heim missbraucht worden, schilderte der Mann gegenüber ORF Radio Tirol.

„Drei bis vier Tage vor Ferienende hat sich die Nonne an mir vergangen“, sagte der 46-Jährige. Die Ordensfrau habe mit seinem Körper und mit seinem Geschlechtsteil gespielt. „Wenn ich als Kind darüber gesprochen hätte, hätte mir niemand geglaubt, eine Ordensfrau macht so etwas nicht“, meinte der Mann. Die Nonne sei vor einigen Jahren gestorben. Im Elisabethinum habe man sich über den Vorfall bestürzt gezeigt. Man habe keine Kenntnis über irgendwelche Missbrauchsfälle, sagt ein Sprecher gegenüber dem ORF. Man sei aber jederzeit für Gespräche bereit, wenn es der Betroffene wünsche.

Die 49-Jährige hatte vor einigen Tagen von körperlichem und sexuellem Missbrauch durch Nonnen des Benediktinerordens im Kinderheim Martinsbühel berichtet. Sowohl Benediktinerinnen als auch weltliche Aufseherinnen hätten sich im Laufe der Jahre mehrmals an ihr vergangenen. Zum ersten Mal sei es im Alter von acht Jahren zu Übergriffen gekommen. (APA)

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