Higgins zum neuen Präsidenten Irlands gewählt

Der Labour-Politiker Michael D. Higgins ist zum neunten Präsidenten der Republik Irland gewählt worden. Higgins konnte letztlich über eine Million Stimmen auf sich vereinigen, während auf seinen schärfsten Widersacher Sean Gallagher nur knapp 630.000 Stimmen entfielen. Das teilte die Wahlkommission am Samstag als Endergebnis mit.

Higgins hatte somit nach dem irischen Wahlsystem 39,6 Prozent der sogenannten Erstpräferenzen erhalten. Der zweitplatzierte Gallagher (28,5 Prozent) gratulierte Higgins. „Es gibt keinen Zweifel, dass er ein Präsident sein wird, auf den Irland stolz sein kann“, sagte der unterlegene Kandidat nach der Verkündigung der Ergebnisse.

Auch der ehemalige nordirische IRA-Aktivist Martin McGuinness, der für die Linkspartei Sinn Fein zur Wahl angetreten war und auf Rang drei landete, sprach Higgins seine Glückwünsche aus. „Es war eine Erfahrung fürs Leben“, sagte McGuinness am Samstag über den Wahlkampf und seine Kandidatur.

Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 56 Prozent und damit deutlich unter der bei den Parlamentswahlen im März, als 70 Prozent der Iren abgestimmt hatten.

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Der irische Präsident hat vor allem repräsentative Aufgaben. Er soll ähnlich wie der deutsche Bundespräsident eine moralische Instanz sein; außerdem ernennt er den Premierminister oder löst das Parlament vor Neuwahlen auf. Die Nordirin Mary McAleese war 14 Jahre lang Präsidentin und durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Der neue Präsident soll am 11. November für eine Amtszeit von sieben Jahren vereidigt werden.


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