Proteste in Basel gegen Entlassungen bei Novartis

In Basel sind am Samstag rund 1.000 Personen gegen den Stellenabbau beim Pharmakonzern Novartis und Massenentlassungen bei weiteren Unternehmen auf die Straße gegangen. Bei Novartis sollen Entlassungen wenn nötig mit Kampfmaßnahmen verhindert werden. Der Konzern schrieb zuletzt Milliardengewinne und schüttete Millionen-Boni an Manager aus.

In der Pharmaindustrie sei der Arbeitsfrieden bisher tabu gewesen, sagte Geschäftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia und SP-Nationalrat Corrado Pardini an der Kundgebung auf dem Basler Theaterplatz. Der von Novartis am Dienstag angekündigte Stellenabbau sei jedoch ein „inakzeptabler Skandal“, weshalb dieses Tabu nun gebrochen werde. Dass Novartis trotz Milliardengewinnen und Millionen-Boni der Manager tausende von Arbeitsplätzen abbauen will, wurde in diversen Abstimmungen scharf kritisiert.

Novartis will in Basel 760 und in Nyon 320 Stellen streichen. Schon nächste Woche wolle man in Nyon versuchen, die Konzernleitung mit Protestpausen während der Arbeitszeit unter Druck zu setzen, sagte Pardini. Kampfmaßnahmen werden auch in Basel geprüft. Die Unia rechnet mit harten Auseinandersetzungen in den nächsten Wochen und Monaten.


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