Kirgistan wählt nach Umbruch neuen Präsidenten

Eineinhalb Jahre nach dem Sturz des autoritären Staatschefs Kurmanbek Bakijew wählt die zentralasiatische Republik Kirgistan am Sonntag einen neuen Präsidenten. Um die Nachfolge der Revolutionsführerin und Interimspräsidentin Rosa Otunbajewa bewerben sich 19 Kandidaten. Laut Umfragen führt der prorussische Regierungschef Almas Atambajew in der Ex-Sowjetrepublik.

Allerdings bezweifeln Beobachter, dass angesichts so vieler Bewerber schon in der ersten Runde die Entscheidung fällt. 2,8 Millionen Menschen sind in dem Hochgebirgsland an der Grenze zu China zur Abstimmung aufgerufen.

Nach Bakijews Sturz im April vorigen Jahres und den blutigen ethnischen Unruhen zwischen Kirgisen und Usbeken einige Monate später hofft das Land vor allem auf mehr Stabilität. Die Wahl soll den demokratischen Wandel voranbringen. Kirgistan ist verarmt und auf ausländische Hilfe angewiesen. Die neue Führung hatte in der sonst von Diktatoren regierten Region als erste eine parlamentarische Republik nach westlichem Vorbild geschaffen.

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte