Chinas Staatschef Hu zu Staatsbesuch in Österreich

Der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao trifft am Sonntag zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Österreich ein. Der Sonntag gilt als Anreisetag, der offizielle Teil des Besuches beginnt Montag früh, wenn Bundespräsident Heinz Fischer den Staatsgast mit militärischem Zeremoniell in Wien im Inneren Burghof begrüßt. Es folgt ein Gespräch der beiden Präsidenten in der Hofburg.

Am Nachmittag trifft Hu Bundeskanzler Werner Faymann und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Zuvor werden mehrere Abkommen zwischen der Volksrepublik China und Österreich unterzeichnet. Am Dienstag besuchen der chinesische Staatschef und seine Ehefrau St. Gilgen im Salzkammergut sowie Mozarts Wohnhaus und die Salzburger Residenz in der Stadt Salzburg.

Die wirtschaftlichen Kontakte zwischen Österreich und der mittlerweile zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt werden groß geschrieben. Der Staats- und Parteichef wird laut Medienberichten von einer 160-köpfigen Delegation begleitet.Nach dem Österreich-Besuch reist er direkt zum Gipfel der 20 wichtigsten Industrienationen im französischen Cannes weiter (3.-4. November).

Die Tibetergemeinschaft Österreich plant sowohl in Wien wie auch in Salzburg Mahnwachen und Demonstrationen gegen den Besuch Hu Jintaos. Auch die in China verbotene Meditationsbewegung Falun Gong kündigte Proteste an. Der Staatsgast dürfte von den Protesten allerdings wenig zu Gesicht bekommen. Die Sicherheitsbehörden haben großräumige Absperrungen und Platzverbote verfügt.


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