29 Tote bei Explosion in chinesischer Kohlegrube

Bei einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine sind 29 Bergleute ums Leben gekommen. Die Leichen der Toten seien alle aus der Mine geborgen worden, berichtete das chinesische Staatsfernsehen am Sonntag. Sechs der 35 Bergarbeiter, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der Grube in der Stadt Hengyang in der zentralchinesischen Provinz Hunan aufhielten, konnten lebend gerettet werden.

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua hatte zunächst von 28 Toten und einem verschütteten Bergmann berichtet. Dem staatlichen Fernsehsender China Central Television zufolge wurde seine Leiche später geborgen. Die sechs Überlebenden wurden in Krankenhäuser gebracht. Verwandte hatten sich kurz nach dem Unglück vom Samstag bei der Grube versammelt, um auf Nachrichten von ihren verschütteten Angehörigen zu warten, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur China News Service berichtete.

Laut Staatsfernsehen war die Kohlemine im Staatsbesitz und legal registriert. 500 Arbeiter waren in der Mine beschäftigt, es seien aber nur 160 von ihnen zum Unglückszeitpunkt zu Schichten eingeteilt gewesen. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauerten noch an. Regierungsbeamte waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Chef der Behörde für Arbeitssicherheit, Luo Lin, und Provinzgouverneur Xu Shousheng reisten zum Unglücksort, um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren.

In China kommt es immer wieder zu Minenunglücken. Bei ähnlichen Vorfällen waren Anfang des Monats in zwei Minen rund 20 Menschen getötet worden. Die Minen des Landes gelten als besonders gefährlich, da die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden. Im vergangenen Jahr starben offiziellen Angaben zufolge mehr als 2.400 chinesische Bergarbeiter bei Unfällen. Unabhängige Organisationen gehen aber von einer deutlich höheren Zahl aus. Sie vermuten, dass viele Unglücke von den Behörden vertuscht werden.

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