Acht Tote bei neuer Gewalt im Nahen Osten

In einer neuen Runde der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern sind am Samstag mindestens acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Zunächst griff die israelische Luftwaffe ein Trainingslager der Al-Quds-Brigaden, dem bewaffneten Arm der militanten Organisation Islamischer Jihad, im Süden des Gazastreifens an.

Daraufhin schossen die Al-Quds-Brigaden nach eigenen Angaben mehrere Grad-Raketen auf Israel ab. Ägypten hat nun offenbar einen Waffenstillstand zwischen Israel und radikalen Palästinensern im Gazastreifen vermittelt.

In zahlreichen israelischen Städten wurde angeordnet, dass die Schulen am Sonntag, dem ersten Arbeitstag der jüdischen Woche, geschlossen bleiben. Größere Veranstaltungen wurden abgesagt, darunter in der Wüstenstadt Beersheva auch eine für Samstagabend geplante Kundgebung als Teil neuer, landesweiter Proteste für mehr soziale Gerechtigkeit.

Augenzeugen in Gaza berichteten auch von einer heftigen Explosion im Norden des Gebiets am Mittelmeer. Im Süden gab es bei einem zweiten israelischen Angriff unbestätigten Angaben zufolge einen weiteren Toten und zehn Verletzte. Unklar war, warum das neu installierte Raketenabwehrsystem der Israelis offenbar versagte.


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