Raubüberfall auf Tankstelle im Pinzgau: Mitarbeiterin eingesperrt

Ein unbekannter Täter setzte dem Opfer ein Messer an den Hals.

Salzburg – Eineinhalbstunden hat eine Mitarbeiterin einer Tankstelle in Bruck an der Glocknerstraße (Pinzgau) nach einem bewaffneten Überfall gestern, Samstag, Abend im Lagerraum des Gebäudes ausharren müssen, bis sie von Bekannten befreit worden ist. Der Täter hatte der Frau gegen 21.00 Uhr ein 15 Zentimeter langes Messer an den Hals gesetzt und sie zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Danach sperrte er sie ein und flüchtete. Die geschockte Angestellte überstand das Martyrium laut Polizei offenbar unverletzt.

Die Mutter eines Kindes aus dem ehemaligen Jugoslawien konnte in dem Lagerraum der Container-Tankstelle telefonisch keine Hilfe holen, weil sich ihr Handy und das Festnetz-Telefon im Verkaufsraum befanden. Ersten Informationen zufolge machten sich Freundinnen der Frau große Sorgen, weil sie nicht nach Hause gekommen war. Sie fuhren zur Tankstelle und hörten ihre verzweifelten Hilferufe. Die Eingesperrte wurde befreit und von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Die befreite Bedienstete alarmierte dann um 22.26 Uhr über einen Notruf die Polizei in Zell am See. Nach dem Räuber wird gefahndet. Er sprach bei dem Überfall Englisch, trug eine weiße Baseballkappe und eine schwarze Jacke. Er ist etwa 1,90 Meter groß und von normaler Statur. Die Bilder aus der Überwachungskamera der „Maxi-Tankstelle“ wurden bereits ausgewertet. Die Ermittlungen laufen. Die Höhe der Beute war vorerst nicht bekannt. (APA)


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