Birgit Minichmayr: „Ewig will ich nicht die Buhlschaft bleiben“

„2012 spiele ich die Rolle noch, aller guten Dinge sind drei, aber dann ist es auch mal gut.“

Wien - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ erklärt die österreichische Schauspielerin Birgit Minichmayr, die am Münchner Residenztheater am heutigen Sonntagabend mit „Kasimir und Karoline“ Premiere hat, dass sie ihre Salzburger Festspielauftritte im „Jedermann“ nach der kommenden Saison beenden möchte: „Ewig will ich nicht die Buhlschaft bleiben. 2012 spiele ich die Rolle noch, aller guten Dinge sind drei, aber dann ist es auch mal gut.“

Im Interview nennt Minichmayr auch konkrete Gründe für die Niederlegung ihrer Rolle der „Lulu“ in der Burgtheater-Produktion, die einige Wochen vor der für 14. Mai geplanten Premiere abgesagt wurde: „Gerade bei so einer exponierten Frauenfigur war es mir extrem wichtig, was man erzählen möchte. In dieser Hinsicht gab es zwischen Regisseur Jan Bosse und mir unterschiedliche Auffassungen. Bosse plante, den gesamten vierten Akt als Video zu zeigen, Regie hätte da jemand anders geführt. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht, wo diese Figur hingeht. Da wollte ich mich doch nicht in einem Film bereits festlegen, geschweige denn mich mit einem anderen Regisseur darüber auseinandersetzen“, so Minichmayr.

Nacktszenen wären jedenfalls keine vorgesehen gewesen, sagt die Schauspielerin im Interview: „Das wurde nur in den Zeitungen so kolportiert. Im ‚Weibsteufel‘ stehe ich auch nur in der Unterhose auf der Bühne, und in Filmen war ich schon öfters nackt zu sehen. Darum geht es mir gar nicht. Bosse und ich sind respektvoll auseinandergegangen, man arbeitet ja nicht in der Fabrik, wo es genügt, immer das gleiche Produkt abzuliefern.“ (APA)

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