„Julia im Glück“ vor Miss-World-Wahl im Missen-Stress

Zwischen Vorwahlen und Presseterminen fand die 19-jährige Tirolerin Julia Hofer Zeit für ein Interview: „Ich bin stolz, mein Land vertreten zu dürfen.“

Innsbruck - Wenige Tage vor der Miss-World-Wahl am 6. November in London befindet sich die 19-jährige Tirolerin Julia Hofer, Österreichs Anwärterin auf den Thron der „schönsten Frau der Welt“, voll im „Missen-Stress“.

Bereits seit dem 19. Oktober weilt die blonde Schönheit mit ihren 119 Kolleginnen in der britischen Hauptstadt.

„Vom Einstudieren der Choreographien über Kleideranproben bis hin zu Bikini-Fittings sind wir immer ausgelastet. Wir halten uns eigentlich fast nur im Hotel auf“, sagte der Schönheitsexport aus dem Zillertal der APA. Ihre Chancen auf den ganz großen Coup wollte sie zwar nicht bewerten, aber derzeit habe sie jedenfalls eine „Glückssträhne“.

„Es hat sich einfach alles so ergeben“

Schließlich sei es noch gar nicht lange her, dass sie im heimatlichen Mayrhofen über Miss-Wahlen zunächst bloß etwas gelesen und sich dann ohne große Erwartungen beworben habe. Eine folgenreiche Entscheidung, die schließlich zum Titel der „Miss Tirol 2011“ und zu jenem der „Vize-Miss Austria 2011“ führte.

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Anschließend konnte sie wegen der altersbedingten Nicht-Teilnahmeerlaubnis der amtierenden Miss Austria, Carmen Stamboli, sogar das Ticket nach London lösen. „Es hat sich einfach alles so ergeben“, erklärte Hofer.

Medienaufmerksamkeit derzeit sehr groß

„Ich bin sehr stolz, mein Land hier vertreten zu dürfen“, zeigte sich die junge Frau, die heuer gerade erst ihre Matura absolvierte, bewegt. Die Medienaufmerksamkeit für die Schönen sei in der britischen Hauptstadt dieser Tage sehr groß. Kamerateams und Fotografen würden auf der Lauer liegen.

Die Missen würden in abgedunkelten Bussen transportiert und hätten auch sonst „kaum Kontakt zur Außenwelt“. Sie verspüre zwar „schon auch Druck“, aber solche Miss-Wahlen würden in Österreich „nicht so groß gesehen“ wie in anderen Ländern, meinte die 19-Jährige.

„Ich teile mir ein Zimmer mit der Miss Venezuela. So wie sie es mir schildert, wird das Ganze in ihrer Heimat fast als Volkssport gesehen“, sagte die Zillertalerin. Deshalb gebe es Konkurrentinnen, die mehr Vorbereitung gehabt hätten und auch verbissener seien als sie.

„Wie ein Skirennen“

Derzeit stünden neben den Proben auch diverse für die eigentliche Wahl bedeutende Vorwahlen am Programm, berichtete Hofer. Vor kurzem sei man etwa für vier Tage in Schottland gewesen. Neben dem Besuch von einigen Schlössern sei dabei die sogenannte Miss Sports-Wahl durchgeführt worden.

„Aber die Ergebnisse erfahren wir erst am 6. November. Derzeit kommt es mir so vor wie bei einem Skirennen, bei dem jeder runterfährt, aber die Zeit danach nicht sieht und diese erst bei der Preisverteilung erfährt“, zog die Tirolerin einen Vergleich.

Traum von Modelkarriere

Sie wolle jedenfalls auch nach der Miss-World-Wahl im Modell-Business bleiben. „Wenn es halt möglich ist. Sonst wär‘ es auch kein Weltuntergang“, sagte Hofer.

Das heimatliche Zillertal soll auch weiter ein Lebensmittelpunkt bleiben. „Ich kann zwar nicht sagen, was alles passieren wird. Und ich möchte auch den Rest der Welt sehen. Aber ganz weg will ich nicht“, meinte die 19-Jährige. (APA)


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