Traum-Comeback von Ildiz bei Innsbrucks Befreiungsschlag

„Er ist immer für eine entscheidende Aktionen gut“, lobte Innsbrucks Trainer Kogler.

Innsbruck – Der 2:0-Sieg über Wiener Neustadt in der Fußball-Bundesliga hat bei Wacker Innsbruck am Samstag für kollektives Aufatmen gesorgt. Schließlich saß das Nervenkostüm bei den Tirolern nach dem Cup-Aus gegen Grödig und der 2:3-Last-Minute-Pleite in der Südstadt eine Woche zuvor alles andere als fest. Mann des Tages war Muhammed „Momo“ Ildiz. Mit seinem Tor zum 2:0 in der 83. Minute machte die 20-jährige Rapid-Leihgabe bei seinem Comeback nach langer Verletztungspause den Sack zu.

Erst Sehnenriss, dann Leisten-OP

Vier Minuten nach seiner Einwechslung sorgte der für seine technische Finesse bekannte Ildiz für die endgültige Entscheidung. Zuerst holte er an der Strafraumgrenze einen Freistoß heraus, den er selbst ausführte. Nach Doppelpass mit Wenitznig schlenzte er den Ball dann über den Innenpfosten ins Tor und gestand danach: „So wollte ich den Freistoß eigentlich nicht ausführen. Nach einer langen Verletzungspause ist es wunderschön, wenn man so etwas erleben darf.“

Für Ildiz ist es ein Comeback wie aus dem Bilderbuch. Am 19. März im Heimspiel gegen Sturm Graz zog er sich einen Sehnenriss zu und musste unters Messer. Am 31. Juli beim 0:0 gegen die Wiener Austria feierte er sein Comeback für einige Minuten und musste danach mit Leistenbruch erneut operiert werden. Nach vier Monaten Pause hatte er in der vergangenen Woche erstmals fünf Minuten bei den Amateuren in der Regionalliga West gespielt.

Dennoch schenkte ihm Trainer Walter Kogler das Vertrauen und begründete: „Weil er immer für entscheidende und überraschende Aktionen gut ist.“ Ildiz selbst strahlte nach seinem Comeback, das er schon als Spielfilm vorausgesehen hatte. „In der Nacht zuvor bin ich wach gelegen und habe mir vorgestellt, wie ich eingewechselt werde und sofort ein Tor schieße.“ Der Sieg sei extrem wichtig gewesen: „Die drei Punkte waren wichtig, für die Fans, die Mannschaft und den Trainer.“ (APA)

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