„Extrem hart“ und doch skurril: „World Press Photo“ in Innsbruck

Seit Samstag sind die besten Pressefotos des Jahres in Innsbruck zu sehen.

Innsbruck – Ein nachdenklich wirkender WikiLeaks-Gründer Julian Assange, skurrile Porträts von Menschen auf irischen Jahrmärkten, Resultate blutiger Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt: Die „World Press Photo 11“ versammelt erneut die besten Pressefotos des vergangenen Jahres.

171 Bilder von 54 Fotografen wurden von der unabhängigen Jury ausgewählt und lassen das Jahr 2010 mit ebenso aufwühlenden wie amüsanten Motiven Revue passieren.

In letztere Kategorie fallen beispielsweise Porträts von Menschen, die ihre Profilfotos für die Internetplattform MySpace nachstellen. Auch eine Serie bolivianischer Frauen, die mit Eifer dem Freistilringen nachgehen, regt zum schmunzeln an. Doch die überwiegende Mehrzahl besteht erneut aus „extrem harten Fotos“, wie es Erik de Kruijf von der World Press Photo (WPP) Foundation bei der heutigen Presseführung ausdrückte. Die Auswahl des 54. Wettbewerbs ruft teils beinahe schon vergessene Ereignisse wieder ins Gedächtnis, beleuchtet dabei aber nicht nur globale Themen, sondern bietet auch Raum für ruhige und umso berührendere Schicksale. (APA)


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