Zehntausende Syrer protestierten gegen Sanktionen

Zehntausende Regierungsanhänger haben am Montag in der syrischen Hauptstadt Damaskus gegen von der Arabischen Liga verhängte Sanktionen protestiert. Im Zentrum der Hauptstadt feierten sie Staatschef Assad mit Fahnen und patriotischen Liedern. Die Arabische Liga hatte wegen der anhaltenden Gewalt von Sicherheitskräften gegen Demonstranten einschneidende Wirtschaftssanktionen gegen Syrien verhängt.

Ein Regierungsbeamter in Damaskus sagte am Montag: „Diese Sanktionen werden das syrische Volk treffen und nicht das Regime.“ Die Gewalt ging indes weiter. Allein am Sonntag kamen in dem Land mindestens 23 Menschen ums Leben. Andere Quellen sprachen von landesweit 36 Todesopfern.

In der Provinz Damaskus-Land wurden nach Angaben von Aktivisten Dutzende mutmaßliche Regimegegner festgenommen. Gleichzeitig seien Heckenschützen in mehreren Dörfern postiert worden, hieß es. In der Stadt Latakia seien neun Kinder im Alter zwischen 9 und 13 Jahren aus ihren Häusern verschleppt worden. In Homs und einigen anderen Hochburgen der Protestbewegung kämpfen inzwischen Deserteure in Guerilla-Taktik gegen die Regierungstruppen. Seit dem Beginn der Proteste gegen Assad im März starben nach UNO-Angaben mehr als 3.500 Menschen.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren


Schlagworte