Brand in Justizanstalt Ried von Mordverdächtigem gelegt

Der 32-Jährige soll im April mit einem Komplizen eine 86 Jahre alte Frau erstickt haben. Die Insassen der ausgebrannten Zelle sind nach einem Krankenhausaufenthalt wieder in der Justizanstalt.

Ried im Innkreis – Bei einem der Häftlinge, die am Sonntag in ihrer Zelle in der Justizanstalt Ried im Innkreis einen Brand gelegt haben, handelt es sich um einen Mordverdächtigen. Der 32-jährige Bosnier könnte im April gemeinsam mit einem 32-jährigen Landsmann in Gosau (Bezirk Gmunden) eine 86 Jahre alte Pensionistin erstickt haben. Das berichtete die „Kronen Zeitung“ am Montag.

Das Feuer war kurz nach Mittag in der Zelle im zweiten Stockwerk ausgebrochen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand der Raum bereits in Vollbrand. Die beiden Häftlinge hatten sich in der Toilette eingeschlossen. Die Feuerwehrleute schnitten die Stahltür mit einem Trennschleifer auf, um sie zu befreien. Die Männer wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Am Montag befanden sie sich wieder in der Justizanstalt, berichtete Leiter Josef Zeilberger auf APA-Anfrage.

Die Leiche der 86-Jährigen war zu Ostern von Angehörigen gefunden worden. Das Haus der Wirtin wies Einbruchsspuren auf. Eine Obduktion ergab, dass die Pensionistin erstickt war. Die 86-Jährige dürfte bereits geschlafen haben, als die Täter in der Nacht auf 21. April durch ein Fenster im Erdgeschoß in das Gebäude eindrangen. Die beiden Bosnier wurden als Verdächtige festgenommen. Es war vorerst nicht bekannt ob die Frau umgebracht wurde oder ob sie im Schock gestorben ist. (APA)

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