Land erhöht die Förderung für Dorflifte

Das Land will die Höchstförderung für Investitionen in den Tiroler Bürgermeisterliften verdoppeln.

Von Max Strozzi

Innsbruck – In der Diskussion um die Rettung der Bürgermeisterlifte will die Landesregierung am Dienstag eine Erhöhung der Infrastruktur-Förderungen für die „Dorflifte“ beschließen. Das kündigte LH Günther Platter am Montag beim Treffen der Tiroler Seilbahner in Innsbruck an.

Demnach werden Investitionen in diesen Kleinstskigebieten künftig vom Land mit maximal 50 % gefördert, bisher waren es maximal 25 %. Die Erhöhung gilt für Skigebiete, die nach EU-Kriterien nicht mehr als 5000 Personen pro Stunde befördern und „Skigebiete mit rein lokalem Interesse“ sind. Ziel sei es, den Bestand kleinster Skigebiete in Tirol sicherzustellen, so Platter. „Viele Tiroler lernen hier Skifahren oder Snowboarden. Kleinen Skigebieten das Überleben zu ermöglichen, ist uns ein Anliegen“, so Platter. Betriebsabgänge werden aber nicht abgedeckt, betonte Platter.

Seilbahnsprecher Franz Hörl begrüßt die Maßnahme. „Man muss Dorfliften unter die Arme greifen“, so Hörl. Derzeit gibt es in Tirol etwa 120 dieser Dorflifte. Darüber hinaus brauche es nun Lösungen für die 25 bis 30 mittelgroßen, „strukturschwachen Skigebiete“, fordert Hörl. „Zusammenschlüsse oder Rückbau auf Kleinskigebiet“, fordert Hörl. Niederösterreichs Modell einer Landesbeteiligung oder Kärntens Zuschussmodell seien in Tirol wegen der Menge an Skigebieten unmöglich. Rechnet man pro Skigebiet mit 3 bis 4 Mio. Euro an Förderbedarf, würde das für 25 bis 30 Skigebiete 75 bis 120 Mio. Euro an Landesgeldern bedeuten. Dies sei nicht finanzierbar, so Hörl.

FPÖ-Klubchef Hauser fordert, dass eine Förderung von kleinen und mittleren Skigebieten mit der Verpflichtung der Betreiber verbunden werde, leistbare Tarife anzubieten. (TT)

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