Neun Tote bei Feuer in Hongkong

Bei einem Brand in einem Wohnblock in Hongkong sind neun Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere wurden verletzt, darunter ein einjähriges Kind. Das vermutlich vorsätzlich gelegte Feuer brauch laut Feuerwehr in der Früh in einer Straße mit Verkaufsständen im dicht besiedelten Distrikt Mongkok aus. Von dort seien die Flammen auf ein Wohnhaus übergesprungen.

Als Ursache wurde Brandstiftung vermutet, denn das Feuer war an mehreren Stellen ausgebrochen.

Mehrere Anrainer flüchteten auf das Dach und konnten dort von der Feuerwehr mit Leitern gerettet werden. Im Stiegenhaus wurden vier verkohlte Leichen entdeckt. Die Feuerwehr brachte den Brand erst nach acht Stunden unter Kontrolle. In der gleichen Gegend waren vor knapp einem Jahr mehrere Menschen bei einem Brandanschlag auf die Verkaufsstände fliegender Händler verletzt worden.

Hongkongs Stadtoberhaupt Donald Tsang besuchte die Verletzten am Mittwoch im Krankenhaus. Er versprach eine lückenlose Aufklärung und räumte ein, dass die nach dem Brand 2010 getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend gewesen seien. So war damals der Abstand zwischen den Marktständen vergrößert worden.

Das Feuer vom Mittwoch war eines der folgenschwersten der vergangenen Jahre in der früheren britischen Kronkolonie. Die Hafenmetropole ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt.


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