Verdächtiger stellte sich nach Tod von Deutschem auf Polynesien

Vor sechs Wochen wurde die zerstückelte Leiche des 40-Jährigen auf Polynesien gefunden worden. Jetzt stellte sich ein 31-Einheimischer, der von der Polizei gesucht wurde.

Papeete – Sechs Wochen, nachdem die Überreste eines deutschen Touristen auf Polynesien gefunden worden waren, hat sich der mutmaßliche Mörder gestellt. Das verlautete aus polynesischen Justizkreisen, die einen Bericht der Zeitung „Les Nouvelles de Tahiti“ bestätigten. Die Polizei hatte den 31-jährigen Einheimischen seit dem 10. Oktober gesucht. Damals waren Knochenreste, Zähne und Kleidung des 40-Jährigen, der mit seiner Freundin auf Polynesien war, entdeckt worden.

Der Mann war zuletzt in Begleitung des einheimischen Jägers gesehen worden, gegen den nun wegen Totschlags, Entführung und sexueller Gewalt ermittelt wird. Der Deutsche und seine Freundin hatten bei ihrer Weltumsegelung mit ihrem Katamaran einen Zwischenstopp auf der Südseeinsel Nuku Hiva eingelegt.

Nach Angaben seiner Freundin war der 40-Jährige auf Einladung des Einheimischen zu einer Bergtour aufgebrochen. Nach einer Weile sei der Jäger allein aus dem Tal zurückgekehrt und habe der Frau berichtet, ihr Freund sei verletzt und bräuchte dringend Hilfe. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe der Einheimische sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und am Ende an einen Baum gebunden.

Die Frau konnte sich allein befreien und alarmierte die Behörden, die später die Überreste des Seglers an einer Feuerstelle fanden. Berichte, dass der Deutsche Opfer eines Kannibalen wurde, dementierte der polynesische Staatsanwalt Jose Thorel. (APA/AFP)

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