Börsengang soll „Farmville“- Anbieter 900 Mio. Dollar bringen

Der Online-Spieleanbieter Zynga will sein virtuelles Gemüse in einen Milliarden-Börsenwert ummünzen.

New York - Der Börsengang des Onlinespiele-Anbieters Zynga, der unter anderem das populäre Facebook-Game „Farmville“ betreibt, könnte laut US-Medienberichten etwas kleiner als zunächst erwartet ausfallen. Zynga wolle mit der Platzierung von rund zehn Prozent der Anteile etwa 900 Mio. Dollar (667 Mio. Euro) einnehmen, berichteten unter anderem die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“ am Donnerstag. Als Zynga im Sommer die Börsenpläne ankündigte, war über ein Volumen von bis zu zwei Mrd. Dollar spekuliert worden.

Zynga wolle die Spanne für den Aktienpreis bei 8 bis 10 Dollar ansetzen, hieß es jetzt unter Berufung auf informierte Personen. Das gesamte Unternehmen wäre damit bis zu 10 Mrd. Dollar wert - deutlich weniger als die früher kolportierten 15 bis 20 Mrd. Es ist eine schwierige Zeit für Internet-Börsengänge: Die schwache US-Wirtschaft und die Euro-Krise in Europa verunsichern die Investoren. Die Aktien mehrerer Online-Firmen, die in diesem Jahr zunächst mit Kurssprüngen aufs Parkett gestürmt waren, dümpeln jetzt unter dem Ausgabepreis herum.

Spiele wie „Farmville“, „Cityville“ oder „Mafia Wars“ bringen Zynga unter anderem dank Facebook als Plattform eine riesige Kundschaft von mehr als 220 Mio. Teilnehmern pro Monat. In den ersten neun Monaten 2011 verdiente die Firma aus San Francisco rund 30 Mio. Dollar bei Umsätzen von rund 830 Mio. Dollar. Das Geld kommt vor allem aus dem Verkauf virtueller Güter in den Spielen - etwa Traktoren für „Farmville“-Äcker. (APA/dpa)

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