Verletzte KFOR-Soldaten auf dem Weg der Besserung

Der bei den Zusammenstößen zwischen Kosovo-Serben und Soldaten der Internationalen Schutztruppe KFOR verletzte Soldat Manuel Sperl, der im Linzer AKH behandelt wird, ist auf dem Weg der Besserung, wie das Spital am Donnerstag mitteilte. Zwei seiner Kameraden konnten in häusliche Pflege entlassen werden. Den übrigen vier verletzten heimischen Soldaten , die noch in Spitälern behandelt werden, gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte das Militärkommando Oberösterreich auf APA-Anfrage mit.

Nach der Gewalt serbischer Demonstranten gegen Soldaten der KFOR hat Außenminister Spindelegger „Bedenken“ geäußert, dass Serbien weitere Annäherungsschritte an die EU setzen kann. Spindelegger sagte am Donnerstag vor einem EU-Außenministertreffen in Brüssel, man werde sehen, ob Serbien EU-Kandidatenstatus erhalte.

„Wir haben unsere Bedenken durch diese Ereignisse. Es wird sehr davon abhängen, inwieweit Fortschritte erzielt werden auf technischer Ebene mit dem Kosovo. Ich erwarte mir von beiden Seiten nicht nur Konstruktivität, sondern Ergebnisse.“ Spindelegger wies darauf hin, dass Österreich bereits öffentlich seine Unterstützung für Serbien bekundet habe und den Kandidatenstatus befürworte. „Allerdings gab es jetzt Ereignisse, die uns auch sehr bedenklich gestimmt haben. Deshalb weil etwa serbische Medien berichtet haben, es war ein Angriff von KFOR-Soldaten auf die serbische Bevölkerung. Wenn man die Tatsachen kennt, kann man das wohl nicht einmal im weitesten Sinn so interpretieren.“

Unterdessen verurteilte die NATO und ihre Partner im Kosovo das Vorgehen gegen die KFOR als „inakzeptabel“ verurteilt. Den Aussagen von Tadic müssten Taten folgen, heißt es in einer vom Nordatlantikrat am Donnerstag beschlossenen Erklärung.

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