Stars zum Anfassen- Danke, Marie Tussaud!

Die Gründerin des Wachsfigurenkabinetts „Madame Tussauds“ feiert ihren 250. Geburtstag.

London – Dass ihren Namen einmal jedes Kind kennen würde – das hat sich Madame Marie Tussaud wohl nicht gedacht. Am 1. Dezember hätte die Mutter aller Wachsfiguren ihren 250. Geburtstag gefeiert – für die wächsernen Kabinette weltweit Grund genug, sie hochleben zu lassen.

Die Kunst, mit Wachs umzugehen, hatte Tussaud­ einst bei einem gewissen Philipp Curtius gelernt. Er war Eigentümer einer Wachsaustellung in Paris und brachte Tussaud bereits im Alter von sechs Jahren bei, Masken und Gesichter anzufertigen. Schon als Teenager modellierte die Künstlerin die bekanntesten Menschen Frankreichs.

Nach Curtius‘ Tod führte sie seine Arbeit fort und brachte­ die Ausstellung mit Bildnissen von Politikern und Gaunern nach London.

Seit 1884 befindet sich die Attraktion in London in der Marylebone Road.

Im Alter von 88 Jahren starb Marie Tussauds und ließ eine damals schon bekannte Attraktion zurück, die mittlerweile auch in Blackpool, Amsterdam, Berlin, Shanghai, Hong Kong, Hollywood, Las Vegas, New York, Washington DC, Bangkok und seit 1. April 2011 auch in Wien vertreten ist.

Während „Madame Tussauds“ früher einem Museum glich, wo Artefakte und Wachsfiguren hinter roten Kordeln ausgestellt waren, setzt man nun auf Interaktivität. Besucher können den Abbildern ihrer Stars nahekommen und mit ihnen vor der Kamera posieren. In der interaktiven Umgebung ist es mittlerweile möglich, mit seinem Lieblingsstar Songs aufzunehmen oder sich sportlich mit dem persönlichen Helden zu messen.


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