„Wüstenstadt“ Innsbruck: 43 Tage ohne messbaren Niederschlag

So lange wie in diesem Herbst sind Regen und Schnee noch nie ausgeblieben. Ab dem Wochenende schlägt das Wetter aber um.

Innsbruck – Eine ungewöhnlich lange Herbst-Trockenperiode in Österreich neigt sich dem Ende zu. Für die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Grund genug, Bilanz zu ziehen. Und die konzentriert sich vor allem auf die „Wüstenstadt“ Innsbruck. Dort hat es nämlich 43 Tage lang überhaupt nicht geregnet - der bisherige Rekord (42) aus dem Jahr 1953 ist somit gebrochen.

Im Jahr 1953 begann am 7. November in Innsbruck eine niederschlagsfreie Periode, die bis inklusive 18. Dezember andauerte. Am 19. Dezember wurden dann 2,5 Millimeter Niederschlag gemessen. Die letzte längere herbstliche Trockenperiode in Innsbruck liegt 33 Jahre zurück. 1978 fiel zwischen 28. Oktober und 24. November kein Tropfen vom Himmel.

„Heuer hat es zwischen 20. Oktober und 2. Dezember in Innsbruck nie messbaren Niederschlag geben. Am 26. Oktober hat es zwar leicht getröpfelt, aber die Menge war nicht ausreichend, um registriert zu werden“, erläuterte ZAMG-Meteorologin Monika Weis.

Erste leichte Niederschläge in der Nacht auf Samstag

Am Wochenende hat das Hoch endgültig ausgedient, die Wetterlage stellt sich um, es baut sich eine West- bis Nordwestströmung auf. In der Nacht auf Samstag wird eine schwache Störung erwartet, die sollte ein bisschen Niederschlag bringen und danach geht es windig und unbeständig weiter, lautet die Prognose. Von Montag auf Dienstag kommt es zudem zu einer markanten Abkühlung, es könnte dann bereits bis in tiefe Lagen schneien. Die Wetterumstellung sorgt auch dafür, dass sich die Luftqualität in Innsbruck merklich verbessern wird. (APA)

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Kommentieren


Schlagworte