Neuer ÖNB-Lesesaal und Sonntagsöffnung ab 2012

Mehr Platz und mehr Zeit: Ab Mai kommenden Jahres wird in der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) nicht nur ein weiterer Lesesaal mit 65 Plätzen, die ausschließlich für wissenschaftliche Arbeiten gedacht sind, eröffnet, künftig werden auch sonntags die Türen zur Bibliothek offen stehen. Das erklärte Generaldirektorin Johanna Rachinger bei einer PK zu ihren ersten zehn Jahren im Amt.

Die „wesentlichsten Ziele“, die man sich 2001 bei ihrem Amtsantritt gesetzt hatte, allen voran die ÖNB „zu einer modernen, service- und dienstleistungsorientierten Institution auszubauen“, habe man erreicht. Aber: Der immer wieder geforderte Bücherspeicher unter dem Heldenplatz konnte bis dato noch nicht realisiert werden. „Derzeit ist es nicht möglich, die dafür nötigen Mittel von öffentlicher Hand zu lukrieren“, so Rachinger, die dafür ein Public Private Partnership ankündigt. Erste Gespräche gibt es bereits, im Frühsommer 2012 hofft sie, Genaueres bekanntgeben zu können. „Der Tiefenspeicher unter dem Heldenplatz ist mir sehr wichtig, da wir die unmittelbare Anbindung an die Lesesäle brauchen.“

Nachdem in den vergangenen Jahren die bisherigen Öffnungszeiten sukzessive ausgeweitet wurden, wird ab Mai kommenden Jahres auch der Sonntag von 9 bis 21 Uhr zum Lesegenuss laden. Aushebungen seien allerdings keine vorgesehen, Bücher müsse man vorher online bestellen. Die zusätzlichen Kosten durch u.a. Aufsichtsdienste bezifferte Rachinger heute mit etwa 80.000 Euro. Weiters anstehende Projekte sind das Literaturmuseum im ehemaligen Hofkammerarchiv, das Ende 2013 bezogen werden und sowohl mit Dauer- als auch Wechselausstellungen bespielt werden soll, sowie die Fortführung von Bestandsdigitalisierung, Langzeitarchivierung und Onlineservices.


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