„Das Millionenpublikum wird im Kopf verdrängt“

Die Extremsportler der am Samstagabend live ausgetragenen „Wetten, dass..?“-Außenwette, Andreas Brewi und Gian Simmen, haben sich Tage vorher auf den Live-Act vorbereitet.

Ischgl – Tee trinken, konzentrieren, abschalten und schon gar nicht an das Millionenpublikum denken, das am Samstagabend die Außenwette aus Ischgl verfolgt: So haben die beiden Kandidaten die letzten Stunden in einem abgeschirmten Raum des Idalp-Restaurants verbracht.

Für den Herausforderer Andreas Brewi (26) geht ein Traum in Erfüllung. Am Mittwoch traf er zu den Voerbereitungen und Tests in Ischgl ein. Monatelang hat der leidenschaftliche Extrembiker an den Details zum spektakulären Wettrennen gegen Gian Simmen (34), Snowboard-Olympiasieger 1998 in Nagano, getüftelt. Auf die Idee, mit dem Mountainbike gegen einen Snowboarder anzutreten, kam er vor zwei Jahren. „Es hat schon einmal eine ähnliche Wette gegeben. Ein Mountainbiker duellierte sich mit einem Skifahrer, wobei Letzterer knapp gewonnen hat“, erinnert er sich. Die Wette im Snowpark werde allerdings spektakulärer sein, erklärte Brewi selbstbewusst. „Es ist schon etwas Tolles, wenn man dem Fernsehpublikum ein atemberaubendes Rennen bieten kann. Wobei man kurz vor dem Start nur auf den Auftritt konzentriert und die Zuschauer im Kopf möglichst ausblendet.“

Wie alle anderen Kandidaten von „Wetten, dass...“ hatte auch Student Brewi sein Konzept eingereicht. Dem Produktionsteam von Gottschalks Show gefiel die Idee. „Michele Hunziker ist dann nach Wien gekommen und hat mir einen Kuss… Scherz, so war es nicht“, lacht der Extrembiker, „jedenfalls freut es mich riesig, dass ich bei der letzte Außenwette bei Gottschalk dabei sein darf.“ Sein eigentliches Ziel ist es, die Gunst des Publikums zu erobern und den Titel des Wettkönigs zu erringen. „Das wäre mir wichtiger, als das Rennen selbst zu gewinnen.“

Das Duell des Bikers gegen den Snowboad-Olympiasieger sehen beide Akteure als Nervenkitzel vom Start bis ins Ziel. Nach der Generalprobe hat Brewik die 1,3 Kilometer lange Strecke zwar nicht als schwierig, sehr wohl aber als anspruchsvoll bewertet: „Vor allem die Sprünge haben’s in sich. Die fordern volle Konzentration.“

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Der in Arosa (Kanton Graubünden) lebende Schweizer Olympiasieger Gian Simmen traf bereits am Montag zum Training in Ischgl ein. „Die Wette gegen Andreas ist cool, da musste ich mich jedenfalls gut vorbereiten“, verrät er. Die Laufzeit liegt bei 100 Sekunden, das Kriterium des Rennens sind auch für Simmen die atemberaubenden Sprünge. Kurz vor dem Start hat auch er die Gedanken an das TV-Publikum verdrängt. Trotzdem bemerkte er: „Es ist schon eine Ehre, in Gottschalks letzter Sendung auftreten zu dürfen.“

Egal, wie das Rennen ausgeht: Auch dem Olympiasieger ist es wichtiger, dem Publikum ein tolles Rennen zu liefern, als seinen Herausforderer zu besiegen. „Den schönsten Erfolg sehe ich dann, wenn wir beim TED-Ergebnis vorne liegen.“ Wer der Favorit des packenden Duells ist, könne er nicht sagen. Nach der Generalprobe am Freitag hatte Simmen ebenso einen Hunderstelkrimi erwartet wie sein Herausforderer mit dem Bike.

Ein Gewinner stand jedenfalls schon vor dem Live-Einstieg aus Ischgl fest: Die Touristiker der Region haben die seltene Chance, einem Millionenpublikum in Deutschland, Österreich und in der Schweiz spektakuläre Bilder aus Ischgl ins Wohnzimmer zu liefern, bestmöglich genutzt. Allen voran war es die Silvretta Seilbahn, deren Führung weder Kosten noch Mühen scheute, um den Produzenten der TV-Sendung perfekte Rahmenbedingungen zu bieten. Elf Kameras lieferten die atemberaubenden Bilder von der Außenwette, 15 Türme mit leistungsstarken Scheinwerfern wurden an der Strecke aufgebaut (hwe)

Die „Wetten, dass..?“-Schaltung nach Ischgl ist für etwa 21:15 Uhr am Samstagabend geplant.


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