Social Seating: KLM sucht ideale Sitznachbarn

Die niederländische Airline gleicht die Interessen von teilnehmenden Passagieren über Facebook- oder LinkedIn-Profile ab.

Amsterdam – Ab 2012 will die Fluglinie Dutch Royal Airlines (KLM) ihren Passagieren Social Seating anbieten, wie der Spiegel berichtet. Für Fluggäste, die sich auf der KLM-Seite mit ihrem Facebook- oder LinkedIn-Profil anmelden, sucht die niederländische Airline auf Wunsch einen Sitznachbarn mit ähnlich gearteten Interessen und Hobbys. „Wir haben keine Pläne in diese Richtung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kunden im Zweifelsfall lieber ihre Ruhe haben wollen“, sagt Austrian-Airlines-Sprecher Michael Braun.

Die Profile von interessierten Passagieren werden automatisch auf ihre Kompabilität untersucht. So können beispielsweise Kunden mit ähnlichem Musikgeschmack oder sich überlappenden Freundeskreisen im Flieger nebeneinander gesetzt werden. Zudem können Fluggäste auch von sich aus schon vor der Abreise Kontakte zu potenziellen Sitznachbarn knüpfen und sich ein Bild von den Menschen machen, mit denen sie einige Stunden auf sehr engem Raum verbringen müssen.

Neben gesteigerter Aufmerksamkeit erhofft sich KLM durch Social Seating auch einen praktischen Vorteil. Die Reputation der Airline soll von der Möglichkeit sinnvoll gestalteter Flugzeit profitieren. Geschäftsleute beispielsweise können schon während eines Flugs mit KLM Kontakte knüpfen. Auch im Privatbereich eröffnen sich Möglichkeiten in dieser Richtung. Das Risiko, einen nervenden Sitznachbarn zu erwischen, wird durch den neuen Ansatz jedenfalls minimiert. Ausschließen lässt sich ein Schuss in den Ofen aber nicht. (pte)

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