ÖSV-Herren müssen für zweite Hochfilzen-Woche Visier einstellen

Mit Daniel Mesotitsch konnte nur ein ÖSV-Athlet mit dem ersten von zwei Hochfilzen-Wochenenden zufrieden sein.

Hochfilzen - Die ÖSV-Biathleten haben sich am ersten von zwei Weltcup-Wochenenden in Hochfilzen den Podestplätzen wieder angenähert. Rang fünf in der Staffel und Platz sechs durch Daniel Mesotitsch lautete die nicht ganz zufriedenstellende Ausbeute der erfolgsverwöhnten Truppe. Wie schon beim Auftakt in Schweden präsentierten sich einige Leistungsträger im rot-weiß-roten Lager auch vor Heimkulisse noch zu instabil. Die nächsten Chancen gibt es aber ohnehin bereits ab Donnerstag neuerlich in Hochfilzen, das die in Frankreich wegen Schneemangels abgesagten Bewerbe übernommen hat.

Am ersten Wochenende, an dem insgesamt 30.000 Zuschauer gezählt wurden, präsentierte sich etwas überraschend Mesotitsch am besten. Der Kärntner schoss bombensicher, er traf als einziger im gesamten Feld alle 40 Scheiben. „Natürlich bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Mit den Treffern wächst auch das Selbstvertrauen, das waren insgesamt saubere Leistungen“, betonte Mesotitsch.

Der Routinier näherte sich der Spitze auch läuferisch an. „Ich habe heuer in der Vorbereitung so viele Schneekilometer wie noch nie gemacht, vielleicht zu viele. Das wird sich hoffentlich spätestens nach Weihnachten positiv auswirken“, meinte Mesotitsch.

Mannschaftlich fiel das Resümee allerdings nicht so positiv aus. Simon Eder schoss für seine hohen Ansprüche viel zu schlecht, und auch Christoph Sumann und Dominik Landertinger überzeugten nur teilweise, wobei Ex-Weltmeister Landertinger nach verpatztem Sprint stark ansteigende Form zeigte. „Wenn drei Leistungsträger nicht das bringen, was sie können, dann schaut es mannschaftlich natürlich nicht gut aus“, so Mesotitsch.

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Einer der Angesprochenen, der Olympia-Zweite Sumann, war mit seiner Leistung in der abschließenden Staffel, in der er mit zwei Fehlern einen möglichen Podestplatz verspielt hatte, dementsprechend unzufrieden. „Das ist natürlich ärgerlich, wenn man bedenkt, dass wir in den letzten Jahren immer oben gestanden sind“, sagte der Olympia-Zweite über das Ende der tollen Staffel-Serie mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen seit 2008.

Von großer Enttäuschung über den noch ausgebliebenen ersten Podestplatz der Saison war im ÖSV-Team aber nichts zu spüren. „Die Luft im Biathlon ist so dünn. Wir werden die Wettkämpfe genau analysieren und dann für die nächsten Rennen das eine oder andere nachjustieren“, betonte Cheftrainer Reinhard Gösweiner.

Auch ÖSV-Biathlonchef Markus Gandler sieht noch Potenzial nach oben. „Jeder der Sportler sagt, das ist noch nicht das Optimum, und das stimmt mich zuversichtlich. Wir müssen einfach in Ruhe weiterarbeiten. Gott sei Dank sind wir ja nächste Woche noch einmal da“, erklärte Gandler im Hinblick auf die zwei am Donnerstag und Samstag anstehenden Herrenbewerbe. Die Damen sind am Freitag und Samstag dran.

Am Sonntag geht im Pillerseetal die erste Mixed-Staffel der Saison in Szene. Für diese ist Gandler aufgrund der ausgebliebenen Topleistungen und Gesundheitsprobleme der ohnehin spärlich gesäten ÖSV-Damen auf Weltcupniveau allerdings skeptisch. „Da habe ich meine Bedenken“, so Gandler. (APA)


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