Vorwahlkampf der Republikaner wird zum Zweikampf

Drei Wochen, bevor im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner die ersten Vorwahlen starten, führt, selbst für routinierte Beobachter überraschend, der Polit-Veteran Newt Gingrich das Feld der Kandidaten deutlich an. In den meisten Umfragen liegt der einstige große Widersacher Bill Clintons vor vor seinem mittlerweile einzigen ernstzunehmenden Rivalen Mitt Romney.

Nicht nur im kleinen Farmerstaat Iowa - der als traditionell erster Vorwahl-Schauplatz mehr symbolische als reale Bedeutung hat - und in South Carolina, sondern auch im wichtigen Florida sehen die Umfragen Gingrich mit zweistelligem Vorsprung vorne liegen. Lediglich in New Hampshire konnte sich der dort bisher unantastbare Ex-Gouverneur von Massachusetts an der Spitze der Meinungsumfragen halten, allerdings zeigt Gingrich auch dort deutlich Aufwind.

Nur mehr unter „ferner liefen“ rangiert neben dem Zweikampf Gingrich-Romney das restliche republikanische Kandidatenfeld. Während Anwärter wie der Ex-Senator Rick Santorum, der frühere Kongressabgeordnete Ron Paul oder der frühere Gouverneur von Utah, Jon Huntsman, nie wirklich eine tragende Rolle spielten, hatten die „Tea Party“-Favoritin Michele Bachmann, der texanische Gouverneur Rick Perry und zuletzt „Pizzakönig“ Herman Cain durchaus ihre Chance, wie die Entwicklung der Umfragewerte zeigt.

Wessen Strategie letztlich zum Erfolg führt, wird sich ab dem 3. Jänner zeigen, wenn die ersten Vorwahlen der Republikaner in Iowa beginnen. Weitere Abstimmungen folgen am 10. Jänner in New Hampshire, am 21. in South Carolina und schließlich am 31. in Florida. Eine Vorentscheidung fällt voraussichtlich am 6. März, dem „Super Tuesday“, an dem gleichzeitig in 14 Staaten die republikanische Kandidatenkür stattfindet. Bis Ende Juni wird dann in allen Bundesstaaten darüber abgestimmt worden sein, wer bei der Präsidentschaftswahl gegen Obama am 6. November 2012 antreten wird.


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