Kuvert mit Pistolenkugeln an Italiens Justizministerin gesendet

Italiens Justizministerin und Roms Bürgermeister bekamen am Montag Kuverte mit Drohungen zugeschickt.

Rom – Drei Tage nach dem Paketbombenanschlag auf den Chef der italienischen Steuereinzugsgesellschaft Equitalia Marco Cuccagna, ist am Montag ein Kuvert mit zwei Pistolenkugeln und Drohungen an Italiens neue Justizministerin Paola Severino gesendet worden. Ein ähnliches Kuvert wurde auch dem römischen Bürgermeister Gianni Alemanno zugeschickt, berichteten italienische Medien. Zur Aktion bekannte sich eine linksextremistische Untergrundsorganisation.

Die Kuverte wurden im Rahmen der schärferen Kontrollen entdeckt, die nach dem Anschlag gegen den Equitalia-Chef angeordnet wurden. Zu der Drohung habe sich der „Kreis Mario Gallesi“ bekannt, teilte die Polizei in Rom mit. Die Untergrundsorganisation soll Verbindungen zu den Terroristen der „Neuen Roten Brigaden“ pflegen.

Zum Attentat am Freitag hatte sich die linksextremistische italienische Anarchistengruppe FAI bekannt. Die FAI hatte sich zuvor auch für den am Mittwoch vereitelten Briefbombenanschlag auf Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verantwortlich erklärt. Die Poststelle der Bank in Frankfurt am Main hatte den als verdächtig eingestuften Brief abgefangen. (APA)

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