Gründungsmitglied des Zeta-Drogenkartells in Mexiko gefasst

„El Lucky“ gehört zu den 37 meistgesuchten Kriminellen des Landes. Auf ihn war ein Kopfgeld von rund 800.000 Euro ausgesetzt.

Mexiko-Stadt - In Mexiko ist den Behörden ein Gründungsmitglied des Zeta-Drogenkartells ins Netz gegangen. Präsident Felipe Calderon berichtete am Montagabend über Twitter von der Festnahme von Raul Lucio Hernandez Lechuga, alias „El Lucky“, der zu den 37 meistgesuchten Kriminellen des Landes gehört. Hernandez sei von Militärs in Cordoba im Bundesstaat Veracruz festgenommen worden. Über die näheren Umstände der Aktion wurden keine Angaben gemacht. Auf Hernandez, der die Geschäfte der Zetas im Süden und Osten des Landes geführt hatte, hatten die Behörden ein Kopfgeld von 15 Millionen Pesos (rund 800.000 Euro) ausgesetzt.

„El Lucky“ sei der Begründer und Anführer der „Los Zetas“ in den Bundesstaaten Veracruz, Oaxaca und Puebla gewesen, schrieb Präsident Calderon im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter. Das Kartell „Los Zetas“ ist eine paramilitärisch organisierte Verbindung, die als die gewalttätigste Organisation der mexikanischen Unterwelt gilt. Es wird für zahlreiche Entführungen und Morde vor allem in der Region des Golfs von Mexiko verantwortlich gemacht.

Seit die mexikanische Regierung den mächtigen Drogenbanden im Jahr 2006 den Kampf angesagt hatte, starben im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 45.000 Menschen. Eine Reihe von Festnahmen ranghoher Drogenbosse wirkten sich dabei in den vergangenen Jahren kaum auf die Gewalt im Land aus. (APA/dpa/AFP)


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